Es wird eingefordert, die Kommunen mögen Verantwortung für die Energieversorgung ohne Atomstrom übernehmen. Und wie macht man sowas in Schwäbisch Gmünd? Anstatt sich mal Modelle wie beispielsweise in Schönau anzusehen und zu prüfen, was wir hier vor Ort für Möglichkeiten haben schaut man sich um, wo man sich solchen Strom zukaufen kann.
Erstens hat das nichts mit Verantwortung übernehmen zu tun und zweitens ist der Karies auch gleich mit dabei. Die Stadtwerke fungieren wieder als reiner Stromhändler- allen Schwankungen des Marktes ausgeliefert. Die Erzeuger des „Ökostroms“ aber erzielen die Profite und diktieren den Preis.
Aus meiner Sicht wird hier eine große Chance vertan, die Energieversorgung ökologisch und sozial zu gestalten. Die Menschen in Schwäbisch Gmünd bezahlen mittlerweile im Standardtarif unsägliche Preise für ein Stromgemisch mit einem der höchsten Atomstromanteile im Bundesdurchschnitt. Dadurch werden auch die öffentlichen Haushalte belastet. Durch die Sozialleistungen, durch eigenen Energieverbrauch und natürlich dadurch, daß mit eigener Energieversorgung auch Geld verdient sein kann.
Wagen wir das mögliche:
Privathaushalte und Firmen in unserer Stadt sind schon viel weiter als die Stadtwerke, sie erzeugen Strom ohne Kernkraftwerk. Diese sind zu unterstützen.
Für von den Stadtwerken erzeugten Strom müßten die Bürger und öffentlichen Verwaltungen sicher erheblich weniger bezahlen, als wenn dieser von Großkonzernen verkauft wird und der Strom aus zweifelhafter Erzeugung stammt. Rüsten wir sie zum Energieerzeuger. Die Bürger werden mitmachen.
Tragen wir doch mit dazu bei, daß die Atomkraftwerke bis spätestens 2014 vom Netz sind. Das bringt Energie- ohne Karies!
Glück auf, Schwäbisch Gmünd
]]>