Widerspruch auflösen

Ortsverband der Linken fordert endlich einen alternativen Standort für das Pflegeheim Schönblick. Planungen passen nicht in die Zeit. Bau des Hochwasserschutzes im unteren Teil steht dazu im Widerspruch.

Der Ortsverband der Linken reagiert mit der Pressemitteilung auf die aktuellen Ankündigungen, wonach im unteren Teil des Taubentals ein Damm als Hochwasserschutz gebaut werden soll. Wie der Äußerung des Pressesprechers der Stadt zu entnehmen ist, sollen dafür etwa 100 Bäume gefällt werden. Dieser Schritt ist angesichts der Hochwasserereignisse der letzten Jahre nachvollziehbar. Dennoch sei es tragisch, dass dafür wieder viele Bäume gefällt werden sollen und damit ein weiterer Eingriff in den Taubental erfolgen wird. Dieser Hochwasserschutz sei nicht zuletzt deshalb notwendig, weil im oberen Teil immer mehr Grünfläche bebaut und damit dauerhaft versiegelt werde.

Aber auch, weil die Starkregenereignisse aufgrund des Klimawandels in immer kürzeren Abständen regional auftauchen und das Taubental als Sammelbecken hierfür dient. Die Warnungen dazu wurden bereits mehrfach geäußert und dennoch geht die Flächenversiegelung unvermindert werden. Besonders tragisch sei jedoch, dass nach derzeitigem Kenntnisstand der Schönblick weiterhin am Bau des Pflegeheimes am Rande des Taubentalwaldes festhält. Der Ortsverband der Linken begrüßt die Schaffung von Pflegeplätzen und findet es begrüßenswert, dass der Schönblick diese Aufgabe wahrnimmt. „Aber bitte nicht in einem bestehenden Waldstück“, so das Vorstandsmitglied Kurt Wahl. Angesichts der größten Herausforderung der Menschheitsgeschichte, der Eindämmung des menschengemachten Klimawandels sei es oberstes Gebot Grün- und insbesondere Waldflächen zu erhalten. Das gelte für den Brasilianischen Regenwald genauso, wie für den Taubentalwald. Besonders tragisch sei es, wenn oben weitere Fläche des Taubentalwaldes dauerhaft verschwinden und unten Bäume gerodet werden, um die Bausünden im oberen Teil zu kompensieren. „Wir meinen diesen Widerspruch gelte es dringend zu korrigieren und endlich einen alternativen Standort für das Pflegeheim Schönblick zu finden“, so der Sprecher Christian Zeeb.