Zuschüsse für Geburten signalisiert

Schwäbisch Gmünd. Stadträte aller Fraktionen haben am Mittwoch signalisiert, künftig außerklinische Geburten, darunter auch Geburten im Gmünder Geburtshaus, mit jeweils 100 Euro zu bezuschussen. Grund dafür ist, dass die Berufshaftpflichtversicherung für Hebammen, die außerhalb der Klinik tätig sind, angestiegen ist, allein 2017 auf 7639 Euro.

Die Hebammen Ulrike Holy und Sabine Windmiller erläuterten den Räten, dass die Nachfrage sehr groß ist, sie aber dennoch schon mal überlegen mussten, ob sie das Geburtshaus im früheren Margaritenhospital schließen müssen. Trotz angekündigter Unterstützung hinterfragten Stadträte den Weg. Professor Dr. Dieter Maas (CDU) wies darauf hin, dass die Kosten für die Berufshaftpflicht des Risikos wegen so hoch seien. Im Krankenhaus sei der Kreissaal wie eine Intensivstation, machte er deutlich, dass ein Geburtshaus eine solche Ausstattung nicht hat. Wolfgang Greil (SPD) und Karin Rauscher (FWF) betonten, dass die Arbeit der Hebammen wichtig ist. Gabriel Baum (Grüne) wies auf die Bedeutung hin, dass Frauen wählen können, wo und wie sie gebären wollen. Werner Nussbaum (BL) und Sebastian Fritz (Die Linke) kritisierten, dass die Politik bislang keine Lösung gefunden hat.

© Gmünder Tagespost 07.03.2018 19:58