Zeichen für bezahlbaren Wohnraum setzen

Auf dem Sportplatz ringen normalerweise alle Seiten um den Sieg. Auf dem TSB-Platz an der Gmünder Buchstraße allerdings bahnt sich eine Partie an, bei der alle Mitspieler gewinnen könnten. Wenn der TSB Gmünd das Grundstück verkaufen kann, hat er Geld, um seine Anlage im Laichle zu einem Sportvereinszentrum auszubauen. Die Stadt arbeitet nun unter dem Titel „Am Universitätspark“ sehr rasch die Planung aus, was auf dem bisherigen Sportplatz und unter Umständen auch auf dem benachbarten uwe-Gelände gebaut werden könnte. Auf dem Areal sollen vorwiegend Wohnungen entstehen. Und das liegt im größten Interesse der Stadt, um neue Bürger zu gewinnen.

Zwei Punkte sind bei der Bewertung dieser Planung zu bedenken: die Gebäudehöhe, die Ullrich Dombrowski (BL) angesprochen hat. Fünf-, an einer Stelle sogar sechsgeschossige Häuser entlang der Buchstraße: Das sind Dimensionen, die auch beim Brücke-Areal in der Weststadt für Widerspruch sorgten – die aber die Stadtplanung offenbar als durchaus gängiges Maß einführen möchte. Wenn man 10 000 neue Bürger unterbringen will, wird dieses Maß noch häufiger auftauchen. Wichtiger noch: die Miethöhe. Die von Konrad Sorg (SPD) und Sebastian Fritz (Linke) angesprochene Idee, für rund ein Viertel der dort entstehenden Wohnungen soziale Mieten vorzuschreiben, stieß in der Verwaltung nicht auf Begeisterung.
Immerhin sollen auf TSB-Platz und uwe-Areal 330 Wohnungen entstehen. Da hätte eine Sozialmiet-Quote durchaus spürbare Wirkung – und die braucht der Gmünder Wohnungsmarkt. Wolfgang Fischer

© Gmünder Tagespost 15.03.2019 22:14