Wo bleibt die Südstadt?

09. Februar 2010  Redaktion

Stadtteilzentrum der Südstadt

Dies ist eine Zuschrift eines verärgerten Parteimitglieds aus der Südstadt:

Mit der Entscheidung für die Landesgartenschau 2014 wird den Bewohnern der Südstadt abermals ein Stück Lebensqualität genommen. Urspünglich war eine Umgestaltung des Spielplatzes im Bereich des Josefbaches vorgesehen, nun wurde dieses Vorhaben gestrichen. Am Zeiselberg aber soll ein Biergarten entstehen was ist wichtiger in der heutigen Zeit, Kinder oder Kosum? Ab 2.2.2010 wurde der Fahrplan der Linie 7 Stadtbus Gmünd geändert und die Haltestellen am Sebaldplatz und am City-Center gestrichen. Viele Mitbürger der Südstadt sind dadurch wieder einmal weiter von Ihrer Versorgung entfernt worden besonders diejenigen die schon ein betagtes Leben hinter sich haben und nun noch weitere Wege zurücklegen müssen. Wie lange dauert es noch bis der Gemeinderat bzw. die Verwaltung der Stadt Gmünd begreifen das 5000 Bürger nicht weiter ins abseits gedrängt werden wollen. Es gibt in Gmünd nicht nur die Landesgartenschau sondern auch andere „Brennpunkte“. Für OB Arnold war es ein leichtes sich auf dem Hardt für eine bessere Lebensqualität einzusetzten wo bleiben die Bewohner der Südstadt die seit Jahren auf bessere Einkaufsmöglichkeiten warten aber nur immer mehr vergrault werden. Als nächstes Beispiel wird die Schliesung des Einkaufsmarktes in der Hausmannstrasse folgen. OB Arnold war mit dem Versprechen angetreten „Gmünd kann mehr“, für die Bewohner der Südstadt zeigt sich aber nur das Gegenteil.

Ebenfalls erschienen ist dieser Leserbrief:

Eine Zumutung

(zum Bericht über die Idee von OB Arnold und CDU, das Erhardareal neu zu bebauen, RZ vom 18. November).

Die Idee von Oberbürgermeister Richard Arnold und der CDU über die Nachnutzung des Erhardareals als zukünftige Adresse für das DRK-Zentrum ist wohl für die zirka 3000 Einwohner der Südstadt eine Zumutung, denn diese warten schon seit einer längeren Zeit auf die Nachnutzung des Geländes mit einem Einkaufsmarkt und einer Wohnsiedlung. Auch ist es nicht verständlich, wie der OB darauf kommt, in der Nachnutzung als DRK-Zentrum den Südstadttreff dort einzurichten, denn der wurde letztes Jahr vom damaligen OB in der Klarenbergstraße eingeweiht und hat sich mittlerweile gut etabliert.

Auch zu beachten ist, dass sich zwischen dem 12. September und dem 21. Oktober 2009 Vertreter der Stadt und des Gemeinderats zu einer Klausur über die Strategie des Wirtschaftsstandorts Schwäbisch Gmünd getroffen haben.

Ein paar Tage später war in den Gmünder Medien zu lesen, dass wir mehr Einwohner brauchen. Im Zuge der Nachnutzung des Erhardareals bietet sich dieser Standort hervorragend an.

Die Nähe zu Bildungseinrichtungen vom Kindergarten bis zum Gymnasium, Gesundheitszentrum, Einkaufszentrum im eigenen Areal und in Stadtnähe. Auch der öffentliche Nahverkehr mit drei Buslinien bzw. zwei Haltestellen ist direkt vor Ort.

Nun wäre es doch gerade in Bezug auf diese Nachnutzung des Areals angebracht, diese Entscheidung neu zu überdenken und nicht vorschnell zu entscheiden, was mit diesem wertvollen Gelände passiert. Gmünd kann mehr und nicht nur OB Arnold.