Wird das Gmünder Hallenbad vor dem Ertrinken gerettet?

24. Juni 2010  Gemeinderat, Sebastian Fritz

Jüngst war in der Gmünder Presse ein Leserbrief zu lesen, in dem eine Frau in zynischer Art und Weise ihre Freude über die Wohltaten des Oberbürgermeisters kund getan hat. Außerdem stand darin der Hinweis auf die riesen Schuldenberge für die kommenden Generationen, die dieser OB mit seinen immer neuen Vorschläge für große Investitionen hinterlässt.

Neuestes Thema wird wohl das Gmünder Hallenbad werden. Die Spuren des Investititionsstaus sind immer deutlicher zu sehen. So lässt sich im Bereich der Umkleiden die Temperatur nicht mehr regulieren, die Filteranlagen sind wohl auch nicht mehr zu retten, dem Wunsch nach weiteren Familienumkleiden (Antrag DIE LINKE) wird wohl doch nicht freiwillig entsprochen und die Sprungtürme sind trotz Versprechen von Herrn Dr. Bläse nicht saniert und damit nicht nutzbar.

„Ich habe das Gefühl, dass hier bewusst kein Geld in die Hand genommen wird, um in ein/zwei Jahren sagen zu können, die Sanierung lohnt sich nicht mehr und wir benötigen einen Neubau“, so Sebastian Fritz. Wir erleben schon jetzt in der Umsetzungsphase der Landesgartenschau bei vielen Anträgen wo es um Gelder für Familien, sozial Schwache, Bildung und Kultur geht, dass die Verwaltung und große Teile des Gemeinderats sehr zurückhaltend bis abweisend reagieren mit dem Hinweis auf den miserablen Zustand des Haushaltes. Dabei kommt das dicke Ende für die kommunalen Haushalte erst noch und durch die Politik von Schwarz Gelb wird die miserable Situation der Kommunen (z.B. Erleichterung für die Hoteliers) noch verschlechtert.

„Es ist unverständlich, warum die Verwaltung und die Stadtwerke hier nicht reagieren und wieder Geld in die Hand nehmen um das alte Hallenbad zu erhalten! Vermutlich möchte man sich hier ein weiteres Denkmal schaffen um in der Öffentlichkeit gut dazustehen“, so Stadtrat Sebastian Fritz. Nicht zu vergessen sind die Vereine, die einen Neubau schon seit Jahren fordern und auch die Umweltverträglichkeit sollte auf dem Prüfstand stehen, aber wenn eben kein Geld da ist und am Ende die Gelder für die wirklich wichtigen Dinge wie Soziales, Bildung und Kultur fehlen, dann ist schon die Frage ob dies sein müsse. Außerdem steht jetzt eine weitere Gebührenerhöhung für die Badegäste an und dann klingt das wie Hohn, wenn das Angebot im Hallenbad aufgrund der fehlenden Investitionen zurückgefahren wird und gleichzeitig die Gebührenschraube weiter nach oben gedreht wird.