„Wir sind gestaltungsgeil

16. September 2016  Ortsvorstand, Presse

imageDie Gmünder und Backnanger Linken stimmten am Freitag über ihren Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2017 ab. Die Genossen trafen sich dazu in der „Neuen Welt“. Sieben der acht anwesenden Stimmberechtigten wählten Alexander Relea-Linder.

Alexander Relea-Linder zeigt sich bei seiner Wahlrede kämpferisch. (Foto: jab)
Schwäbisch Gmünd. Über 20 Prozent der Bürger in Mecklenburg-Vorpommern haben die Alternative für Deutschland gewählt. Damit soll jetzt Schluss sein, betont Alexander Relea-Linder in seiner Wahlrede um den Posten des Linken-Kandidaten für den Bundestag. „Wir haben einen Rechtsruck in der Gesellschaft, den wir nicht hinnehmen können.“ Die Politik brauche dringend einen Wechsel, weshalb er sich für die Linken aufstelle. Er will als Vertreter im Bundestag Akzente setzen, Alternativen aufzeigen. 12 Euro Mindestlohn, Verbot von Leiharbeit und befristeten Arbeitsplätzen, keine Waffenexporte mehr, eine sozialverträgliche Mindestrente. Das sind seine zentralen Forderungen.
„Uns erreichte die Schocknachricht von Bosch, das kann auch junge Azubis treffen“, warnt der 23-Jährige. Wichtig ist ihm, dass junge Leute in den Bundestag kommen. „Wir sind nicht regierungsgeil, wir sind gestaltungsgeil“, sagt Relea-Linder. Bei der anschließenden Wahl wurde er einstimmig gewählt. Sieben der acht Wahlberechtigten waren für den konkurrenzlos antretenden Studenten, einer enthielt sich. Relea-Linder studiert interdisziplinäre Sozialwissenschaften. Seit acht Jahren ist er politisch aktiv, angefangen hat er bei den Jusos, wechselte 2013 zu den Linken. Im März hat er für den Landtag kandidiert.
Die Wahlleitung übernahm Ortsvorständin und IG-Metal Gewerkschaftssekretärin Cynthia Schneider, die auch durch die Veranstaltung führte. Im Anschluss sprach der stellvertretende Bundesvorsitzende Tobias Pflüger über die Freihandelsabkommen TTIP und CETA und die Türkei-Krise.
zurück
© Gmünder Tagespost 16.09.2016 21:05