Wetzgau soll Beschluss vertagen

Die Bürgerinitiatve Bürgerpark kritisiert die in ihren Augen „überstürzte Beschlussfassung“ im Ortschaftsrat Rehnenhof / Wetzgau zum dauerhaften Ausbau des ehemaligen Gartenschaugeländes in Wetzgau.

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau. Der Ortsteil gehöre schon heute zu den im Gmünder Lärmaktionsplan enthaltenen belasteten Gebieten, sagt Sebastian Fritz als Sprecher der Initiative. Städtische Planungen, die zu einer weiteren Belastung führen werden, müssten zum Schutz der Anwohner unter dem Aspekt der Lärmminderung unter Beteiligung der Bürger sorgfältig geprüft werden. Dies sei bisher unterblieben, belastbare Zahlen existierten nicht.
„Lärm gehört zu den großen Umweltproblemen der Gegenwart“, sagt Fritz. Die EU-Umgebungslärmrichtlinie verpflichte Kommunen, belastete Gebiete zu identifizieren und Lärmminderungsmaßnahmen einzuleiten sowie bisher unbelastete Gebiete zu schützen. Der vorläufige Lärmaktionsplan der Stadt von Januar 2014 liste 21 Lärmschwerpunkte mit besonderer verkehrlicher Belastung auf, darunter auch die Deinbacher Straße in Wetzgau mit bis zu 15 000 Fahrzeugen am Tag.
„Die bekannt gewordenen Pläne zum Ausbau von Angeboten auf dem ehemaligen Gartenschaugelände durch eine Kunstrasen-Golfanlage, sommerliche Musikveranstaltungen an bis zu vier Wochenenden sowie die Erweiterung des Weleda-Erlebniszentrums lassen nach Angaben der Bürgerinitiative einen sprunghaften Anstieg der Verkehrs- und Lärmbelastung erwarten“, sagt Fritz weiter.
Vor allen politischen Entscheidungen und erst recht vor Infrastruktur- und Vertragsentscheidungen mit Investoren müssten belastbare Fakten erhoben und die bestmögliche Lösung zum Schutz der Anwohner gefunden werden. Die Lage und Anzahl von Parkplätzen sowie deren Anfahrtswege könnten im Nachhinein nicht so einfach geändert werden, der Veranstaltungsbereich im Himmelsgarten müsse so angelegt werden, dass Anwohner geringstmöglich belastet werden.