Wettbewerb im Gmünder Nahverkehr

05. Juni 2019  Gemeinderat, Presse, Redaktion

Schwäbisch Gmünd. Bislang gibt es im Busverkehr auf der Ostalb keinerlei Wettbewerb. Auch in Schwäbisch Gmünd und in der näheren Umgebung sind die Linien klar verteilt. Konkurrenz? Fehlanzeige. Das soll sich allerdings ändern. Der Kreis will die bereits 2014 beschlossene Linienbündelung in den kommenden Jahren umsetzen. Das heißt: 10,5 Millionen Buskilometer werden europaweit neu ausgeschrieben, weswegen die hiesigen Busunternehmen sich unter neuen Bedingungen bewerben müssen. Davon betroffen sind auch die Buslinien im Altkreis Gmünd – Stadtbus, OKgo, Kolb und Betz.

Den Planungen zufolge soll bis 2023 das Gmünder Stadtnetz inklusive der Linien nach Waldstetten, Bargau und Heubach ausgeschrieben und neu vergeben werden. Der Wettbewerb im Bereich „Schwäbisch Gmünd Nordost“ – das Gebiet umfasst den gesamten Rosenstein und das Leintal bis Eschach – beginnt im Jahr 2024. Und 2026 will der Landkreis mit dem Verfahren im Bereich „Schwäbisch Gmünd Nord“ beginnen, dabei geht’s um die Buslinien Mutlangen, Täferrot und Spraitbach bis Gschwend.

Den Stein ins Rollen gebracht haben die Freien Wähler (FW) im Kreistag. Sie hatten einen entsprechenden Antrag gestellt, dem das Gremium zustimmte. Ihr Argument: Seit 2014 sei der Zuschuss für den Öffentlichen Nahverkehr von 3,6 auf 7 Millionen Euro gestiegen – dem müsse entgegengesteuert werden.

Gemeinderat wird unterrichtet

Die geplante Linienbündelung bereitet den hiesigen Busunternehmen derweil Sorgen. Mehr noch: Sie fürchten um ihre Existenz. Der Gmünder Linkspartei habe die Geschäftsführung der Firma Stadtbus nun ihre Bedenken gegenüber den strukturellen Veränderungen geäußert. Sorgen, die die Linken teilen – daher beantragten sie, dass das Thema im Gemeinderat behandelt werden muss. In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses soll es an diesem Mittwoch, 5. Juni, diskutiert werden. Gastredner ist Ingo-Benedikt Gehlhaus, Leiter des Geschäftsbereichs Nahverkehr beim Landratsamt. Er wird über die geplante Linienbündelung im Ostalbkreis unterrichten. Beginn der öffentlichen Sitzung im Rathaus ist um 16 Uhr.

© Gmünder Tagespost 04.06.2019 16:09