Weniger Geld fürs Esperanza?

07. März 2016  Gemeinderat, Presse, Redaktion
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Seit 15 Jahren veranstaltet die Jugendkulturinitiative im Esperanza in der Gmünder Benzholzstraße kulturelle Veranstaltungen und Konzerte (Foto: Tom)

Der Gmünder Jugendkulturinitiative (JKI) soll der Zuschuss der Stadt um fünfzig Prozent gekürzt werden. Dies hat die CDU-Fraktion im Gemeinderat bei der Haushaltsberatung beantragt. Im Jugendkulturzentrum Esperanza regt sich Widerstand.

JAN SIGEL

Schwäbisch Gmünd. Steht die JKI und somit das Esperanza vor dem Aus? Nach Ansicht des JKI-Teams lautet die Antwort Ja.Eine Halbierung der jährlichen Zuschüsse der Stadt, die lediglich reine Mietzuschüsse seien, so das Esperanza-Team in einem Schreiben, hätte gravierende Auswirkungen. „Die Existenz der JKI und des Esperanza wäre ernsthaft gefährdet“, befürchten die Mitglieder der Jugendkulturinitiative. Ohne die Zuschüsse sei so manche Veranstaltung für die JKI nicht mehr zu stemmen, ohne „die Preise drastisch zu erhöhen“. Dadurch würde den Gmünder Jugendlichen „die Möglichkeit genommen, sich im Freiraum Esperanza regelmäßig aufzuhalten und auszuleben“, so die Jugendkulturinitiative.

Stadtrat Christian Baron (CDU) bestätigt den Antrag seiner Partei, die städtischen Zuschüsse für die JKI um 50 Prozent kürzen zu wollen. Die Organisation werde seit 15 Jahren jährlich mit 20 000 Euro unterstützt, was „im Verhältnis zu anderen Vereinen in Gmünd ungerecht ist“, so Baron. Die JKI sei der einzige Verein, „der alle Unkosten von der Stadt bezahlt bekommt“. Das wolle die CDU-Fraktion ändern und die jährlichen Zuschüsse schrittweise anpassen: 2016 auf 17 000 Euro, 2017 auf 15 000 Euro und 2018 auf 10 000 Euro. Dies sei immer noch ein stattlicher Betrag für die JKI, die „seit Jahren gute Arbeit leistet und ein tolles Programm zeigt“, betont der CDU-Stadtrat. Die Jugendkulturinitiative müsse – wie andere Gmünder Vereine auch – einen „Teil seiner Kosten selbst stemmen können“.
Der Antrag der Christdemokraten wird am Mittwoch, 9. März, um 17 Uhr in der Haushaltsberatung des Gmünder Gemeinderats diskutiert. Die Stadtverwaltung zeige sich nach Ansicht Barons „für Verhandlungen offen“.