Wege für Radfahrer schaffen

Verkehr Stadträte beraten über Radwege und -spuren in Gmünd an der Weißensteiner Straße und im Baugebiet Emerland.

Schwäbisch Gmünd. Um Radwege ging es mehrfach, als die Stadträte am Mittwoch im Haushaltsausschuss über die Anträge der Fraktionen zum Haushaltsplanentwurf 2019 diskutierten.

Die Stadt soll prüfen, was ein externes Planungsbüro für ein Radwegekonzept für die Innenstadt verlangt, beantragte die Linke-Fraktion. Bürgermeister Dr. Joachim Bläse verwies auf das im Gemeinderat vorgestellte Radverkehrskonzept von Oktober 2018. Dieses solle weiterhin verfolgt und nach und nach umgesetzt werden – statt ein neues Konzept zu beauftragen. Linke-Fraktionssprecher Sebastian Fritz erklärte, „es muss was passieren – und zwar schnell“. Er hob vor allem den Glockekreisverkehr als schwierige Stelle für Radfahrer hervor. Das solle in der Gruppe zum Thema Radwege diskutiert werden, in der Stadträte verschiedener Fraktionen sitzen, sagte Bläse dazu.

EineRadspur mit Schutzstreifen soll an der Weißensteiner Straße in Gmünd entstehen, beantragte die SPD-Fraktion. Im Radkonzept für die Gmünder Innenstadt mit Anbindungen an die Stadtteile wurde der Umbau der Weißensteiner Straße „als eine zeitnah umsetzbare Maßnahme identifiziert“, so die Stadtverwaltung. Die Arbeitsgruppe Radverkehr habe einen Ansatz gefunden, wie der Radverkehr besser werden kann, ohne dass gleich die ganze Weißensteiner Straße umgebaut werden muss. Um einen einseitigen Fahrradschutzstreifen stadteinwärts realisieren zu können, müsse die Parkreihe auf den Bordstein verschoben werden. Der Gehweg bleibe dabei breit genug. Die Stadtverwaltung will nun prüfen, ob dies mit den bereits vorhandenen Parkplätzen, Bushaltestellen und Zufahrten vereinbar ist. Für die Planungen kalkuliert sie 20 000 Euro ein.

In Straßdorf soll zwischen dem Baugebiet Emerland und der Klepperlestrasse ein Radweg entstehen. So lautet ein Antrag der Fraktion Bürgerliste. Der Bau eines Radwegs dort sei momentan aufgrund der Eigentums- und Nutzungsverhältnisse der angrenzenden Grundstücksflächen nicht realisierbar, so die Stellungnahme der Stadtverwaltung dazu. Bürgermeister Bläse will das Thema daher zurückstellen, bis das Baugebiet Emerland in Richtung Süden erweitert wird.Erst dann sei ein Radweg innerhalb eines Gesamtkonzepts sinnvoll.

© Gmünder Tagespost 13.03.2019 21:38