Wahlergebnis ist Auftrag zum Handeln

Der Ortsverband der Linken freut sich über das Wahlergebnis der Kommunalwahlen und nimmt am zum dritten Mal am laufenden Stadtradeln teil. Ergebnis muss sich auch in einer verbesserten Radinfrastruktur wiederfinden.

Der Ortsverband der Linken ist über das Ergebnis bei den Kommunalwahlen hoch erfreut und sieht darin einen Beleg für eine Wechselstimmung in der Stadt. Neben dem dringend erforderlichen preisgünstigen Wohnraum braucht es deutlich mehr Maßnahmen für den Klimaschutz. Die Fraktion der Linken hat sich dafür in der zurückliegenden Legislaturperiode stark gemacht und sieht sich mit dem tollen Wahlergebnis in diesen Bemühungen für ihre Position gestärkt. Ein großes kommunales Handlungsfeld ist hierbei die Mobilität. Der Ortsverband nimmt zum dritten Mal am Gmünder Stadtradeln teil. „Wir spüren zunehmend eine Bewusstseinsänderung in der Bevölkerung und stellen fest, dass es immer mehr werden, die das Rad als tägliches Fortbewegungsmittel nutzen“, so das Vorstandsmitglied Joachim Denke. Der Ortsverband stellt aber auch klar, dass die Zahl der Teilnehmer, dieses Jahr sind es 30 Alltagsradler*innen beim Team der Linken, zwar steige, aber damit nehme auch der Handlungsdruck für den Gemeinderat und die Verwaltung zu. „Wir möchten unsere Teilnahme nicht so verstehen, dass es uns um irgendwelche Preise geht, sondern wir möchten damit zum Ausdruck bringen, dass wir immer mehr werden und endlich schneller gehandelt werden muss“, so der neu gewählte Stadtrat Alexander Relea-Linder. Wichtig ist den Linken dabei auch, dass Mobilität, egal in welcher Form, nie isoliert gesehen werden darf. Mobilität von morgen müsse immer im Verbund gedacht werden, denn niemand gehe davon aus, dass in einer Stadt wie Schwäbisch Gmünd, mit ihrer dezentralen Struktur, zukünftig alle mit dem Rad unterwegs sind. Daher müssten Anschlussstellen geschaffen werden, wo der PKW abgestellt und umgestiegen werden kann bzw. auch entsprechende Parkmöglichkeiten bereit stehen.
Das Beispiel anderer Städte zeige aber auch, dass dort, wo eine gute Radinfrastruktur geschaffen wurde, der Anteil der Radfahrer*innen auch immer höher werde. Daher fordern die Linken, insbesondere auch nach dem wachsenden Problembewusstsein vieler, vor allem junger Menschen, endlich mehr in diesem Bereich zu machen und vor allen Dingen zügiger zu werden in der Umsetzung. „Wenn wir in dem Tempo weiter machen, dass es alle drei Jahre wieder einen neuen Schutzstreifen irgendwo in der Stadt gibt, während die anderen bereits wieder verblasst sind, dann machen wir uns unglaubwürdig“, so Christian Zeeb. Die jungen Menschen, die sich in letzter Zeit mit den Fridays for Future-Demonstrationen zurecht Gehör verschafft haben, wollen aus Sicht der Linken endlich Taten sehen und nicht hören, warum etwas nicht geht.