Vorerst nur im Himmelsgarten

Der Gemeinderat will mehrheitlich weg vom kostenlosen Parken für E-Autos, möchte das Thema aber grundlegend und in Ruhe beraten.

SCHWÄBISCH GMÜND. Vor rund fünf Jahren wollte die Stadt Gmünd ein Zeichen für den Klimaschutz setzen und die Elektromobilität fördern – unter anderem dadurch, dass Nutzer solcher Autos für eigentlich kostenplichtige Kurzzeitparkplätze keinen Parkschein kaufen müssen. Inzwischen sieht eine deutliche Mehrheit des Gemeinderat die Zeit reif dafür, beim Parken die Bevorzugung dieser Antriebsart aufzugeben. Allerdings soll dies nicht in Form eines „Schnellschusses“ passieren, sondern nach ausführlicher Beratung.


Aus diesem Grund stellten die Fraktionen CDU und LINKE den gleichlautenden Antrag, dass man es zunächst dabei belassen sollte, das gebührenplichtige Parken im Himmelsgarten auf eine solide rechtliche Basis zu stellen. Und zwar dergestalt, dass für alle beim Freizeit- und Familienpark abgestellten Autos ein Obolus verlangt wird. Soll heißen: Fahrer von Autos mit Elektroantrieb werden dort weiterhin genauso zur Kasse gebeten werden wie jemand, der mit einem Verbrennungsmotor unterwegs ist. Das Argument von OB Richard Arnold, dass es doch verwirrend sei, wenn Elektroautos in Gmünd nur im Himmelsgarten fürs oberirdische Parken bezahlen müssen, überzeugte die Mehrheit
nicht. Der Park sei eine separate Zone; daher werde von Verkehrsteilnehmern diese Regelung auch verstanden.

Copyright Rems Zeitung, 02.06.2022 Gerold Bauer