Vorerst kein Citymanager für Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd. In ihren Haushaltsreden bewerten die Ratsfraktionen die Pläne der Stadtverwaltung. Sie machen Vorschläge, stellen Anträge. Diese diskutierte der Haushaltsausschuss. Und beschloss dies:

  • Keine Miete mehr für Räume, die die Stadt bei Blutspendeterminen zur Verfügung stellt. Dies hatte die CDU-Fraktion beantragt. Das Geld, das Blutspendeorganisationen so sparen, soll für besseres Essen für Blutspender eingesetzt werden.
  • Einen Citymanager gegen Leerstände, zunehmenden Online-Handel und für Parkthemen hat die CDU-Fraktion beantragt. Zurzeit liegen diese Aufgaben bei Gmünds Wirtschaftsförderung, der Touristik & Marketing GmbH und dem Handel. Die Verwaltung schlägt vor, dass diese drei Akteure ein Citymanagement entwickeln. In der zweiten Jahreshälfte wird die Verwaltung über Ergebnisse berichten.
  • 150 Euro Stiefelgeld für Gmünds Feuerwehrleute hat die SPD-Fraktion beantragt. Danach soll die Stadt die Kosten für neue Stiefel tragen oder mit mindestens 150 Euro bezuschussen. Bislang erhalten die Feuerwehrleute 20 Euro pro Jahr. Die Feuerwehr diskutiert dies selbst, Bürgermeister Dr. Joachim Bläse berichtet dazu.
  • 100 Euro Zuschuss sollen freie Hebammen pro Geburt bekommen. Dies beantragten die Grünen. Dies ist jedoch ohnehin Thema im Gemeinderat. Vergangene Woche haben die Fraktionen im Ausschuss eine Zustimmung zu diesen Zuschüssen signalisiert. Kommende Woche entscheidet der Gemeinderat.
  • Über das Klima wird Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimaforschung in Gmünd sprechen. Dies hat die Bürgerliste beantragt. Gleichzeitig wies die Stadtverwaltung darauf hin, dass ein Klimaschutzteilkonzept „Klimagerechtes Flächenmanagement“ für Gmünd vom Bundesumweltministerium gefördert und bis zum Frühjahr 2019 vorliegen wird.
  • Die Gewerbesteuer wird in Gmünd nicht erhöht. Einen entsprechenden Antrag zog die Linke-Fraktion zurück.
  • Die Toilette in der Waisenhausgasse wird für die Remstal-Gartenschau 2019 noch vor der ZOB-Toilette saniert. Dem Wunsch von Bürgermeister Bläse folgte die FWF-Fraktion, die eine andere Reihenfolge beantragt hatte.
  • Die Jugendkunstschule soll in den Jahren 2018 und 2019 jeweils 15 000 Euro mehr bekommen. 2018 damit 35 000 Euro, 2019 50 000 Euro. Damit sollen Kursangebote erweitert und Verwaltung finanziert werden.
  • Nicht nur ein Radring um die Altstadt soll Thema einer Arbeitsgruppe Radverkehr mit allen Ratsfraktionen werden, sondern Radfahren in Gmünd ganz allgemein. Die Gruppe trifft sich am 25. April erstmals.
  • Die Parkraumoffensive startet zum Pferdetag am Sonntag. Dies hat Bläse nochmal bekräftigt. Zu dieser Offensive gehören 50-Cent-GD-Chip, Flextarif, gleiche Tarife in den Parkhäusern und auf den Parkplätzen auf der Straße und mehr Kontrollen.
© Gmünder Tagespost 14.03.2018 19:37