Vorbereitungen auf die Kommunalwahl am 25. Mai

Sebastian-FritzEs gab Kommunalwahlen, bei denen die Fraktionen des Gmünder Gemeinderates einen großen Umbruch zu verkraften hatten. Das ist für die in diesem Jahr am 25. Mai anstehende Neubesetzung nicht zu befürchten, wie eine Umfrage der Rems-​Zeitung unter den Fraktionen ergab.

Von Manfred Laduch

SCHWÄBISCH GMÜND. Natürlich vermeiden alle Gesprächspartner das Nennen von Namen. Schließlich liegt es in der Verantwortung der Nominierungsversammlungen, wen die jeweilige Gruppierung ins Rennen ums Ehrenamt einer Stadträtin bzw. eines Stadtrates schickt. Dennoch ist allgemein zu vernehmen, dass die „bewährten Teams“ zusammenbleiben wollen.

„Unsere Nominierung ist für den 10. März terminiert, und wir suchen noch Kandidatinnen und Kandidaten“, sagt zum Beispiel die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/ ​Die Grünen, Brigitte Abele. Von den bisherigen Fraktionsmitgliedern hätten sich noch nicht alle abschließend über eine Wiederkandidatur geäußert, aber: „Die Mehrheit hat zugesagt und definitiv abgesagt hat noch niemand.“

Bei der Wahl zum Kreistag müsse man beachten, dass niemand mehr wahlkreis-​übergreifend antreten dürfe. Der Vertreter der Gmünder Grünen, Karl-​Andreas Tickert, habe sich noch nicht festgelegt. Sie gehe auf jeden Fall davon aus, dass sich der Grünen-​Bundestagskandidat Michael Straub für den Kreistag und den Gemeinderat seines Wohnorts Mutlangen bewirbt, erklärt Abele.

„Wir treten mit der bewährten Mannschaft wieder an“, betont der Vorsitzende der FW/​FDP-​Fraktion, Ullrich Dombrowski. Darüber hinaus sei man mit weiteren interessierten Bürgerinnen und Bürgern „in guten Gesprächen“. Der Termin für die Nominierungsversammlung sei aktuell noch offen.

In Sachen Kreistag marschierten FDP und FW ja getrennt, fährt der Rechtsanwalt fort. Die beiden bisherigen Mitglieder Ute Nuding und Konrad Widmann hätten sich noch nicht abschließend geäußert. Er rechne aber fest mit deren erneuter Kandidatur.

„Der Zeitpunkt der Nominierung ist noch nicht ganz konkret, wird aber wohl Mitte bis Ende Februar liegen“, erklärt die SPD–Fraktionsvorsitzende Sigrid Heusel. Sie habe bislang die Information, dass vier Mitglieder der Fraktion nicht wieder antreten wollten. Sie selbst wolle allerdings an Bord bleiben.

Mit möglichen Nachfolgerinnen und Nachfolgern liefen aktuell Sondierungsgespräche, was jedoch nicht in allen Ortsverbänden ganz einfach sei. Dennoch äußerte Heusel Zuversicht, dass die Liste am Ende einen guten Querschnitt der Bevölkerung nach Alter, Beruf und anderen Kriterien wiedergeben werde. Ähnlich stelle sich die Lage in Sachen Kreistag dar. Ein SPD–Kreisrat werde auf jeden Fall aufhören.

„Wir werden unsere Listen Ende Februar aufstellen, damit den Ortsverbänden genug Zeit bleibt, ihrerseits Kandidatinnen und Kandidaten zu nominieren“, erklärte Alfred Baumhauer, Fraktionsvorsitzender der CDU. „In wesentlichen Teilen bleibt das Team zusammen, einer hat definitiv abgesagt, ich selbst möchte gern weitermachen“, fährt der Rechtsanwalt fort. Zwei oder drei Fraktionsmitglieder, die sich vorstellen könnten, aufzuhören, versuche man aktuell zum Weitermachen zu bewegen.

Beim Kreistag wollen seiner Information nach alle aktuellen Mitglieder erneut für die CDU auflaufen. „Ich hoffe vor allem, dass auch unser Oberbürgermeister sich für einen Sitz bewirbt“, macht Alfred Baumhauer abschließend deutlich.

Noch keinen Termin für die Nominierung gibt es auch bei den Linken. Ende Februar sei wahrscheinlich, erklärt Stadtrat Sebastian Fritz, für den das Erreichen des Fraktionsstatus im Gemeinderat erstes Ziel ist. Die Suche nach Kandidaten „und besonders vielen Kandidatinnen“ laufe. Man hätte auch gern wieder viele junge Menschen auf der Liste, die etwa aktuelle Erfahrungen als Eltern von Kleinkindern in die Diskussion um Betreuungsgebühren einbringen könnten.

Er und Peter Yay-​Müller wollen wieder antreten. „Und die Liste ist nicht parteigebunden“, betont Sebastian Fritz.

„Unser seitheriges Team hat sich noch nicht definitiv festgelegt, ich selbst habe aber vor, nochmals anzutreten“, sagt die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Frauen, Karin Rauscher. Die Nominierung sei für Anfang Februar vorgesehen.

Der Kreistag sei für die FWF kein Thema, fährt Rauscher fort: „Das wird uns angesichts der Vielfalt der Aufgaben einfach zu viel.“

Rems Zeitung, 4.1.2014