Vier Lösungsvorschläge für ein Problem

21. Dezember 2016  Gemeinderat, Presse, Redaktion, Sebastian Fritz

Bildschirmfoto 2016-04-27 um 22.09.56Schwäbisch Gmünd. „Machen wir es klein, mittel oder ganz groß?“ Diese Frage stellte Oberbürgermeister Richard Arnold den Gemeinderäten am Mittwoch. Er wollte von den Stadträten wissen, in welcher Form und ob überhaupt im Bereich Sebaldplatz/Untere Zeiselbergstraße die Verkehrsführung geändert werden soll. Damit könnte eine Anbindung des Zeiselbergs an die Innenstadt verbessert werden. Bis zur Remstalgartenschau soll das Projekt umgesetzt werden. Wie genau das aussehen kann, darüber informierte Andreas Weber vom Verkehrsplanungsbüro Kölz. Er stellte vier mögliche Varianten vor, die im Bauausschuss am 18. Januar intensiver beraten werden. „Wichtig ist, dass wir die Situation für die Fußgänger und Radfahrer verbessern“, erläuterte Weber. Die Vorschläge reichen von Querungshilfen für Fußgänger bis hin zu einer komplett neuen Verkehrsführung. „Jede Variante hat aber Vor- und Nachteile.“ Oberbürgermeister Richard Arnold gab zu bedenken, dass bei allen Veränderungen den Einzelhändlern in der Kornhausstraße kein Nachteil entstehen dürfe. Dem Widersprach Stadträtin Heidi Preibisch (Bürgerliste). „Die Händler müssen mit mehr Selbstbewusstsein auftreten“, forderte sie. Ullrich Dombrowski (BL) kritisierte: „Wir versuchen eine Lösung für einen Teilbereich zu finden und betrachten die anderen Probleme nicht. Verändern wir hier etwas, staut es sich wo anders. Ich kann den Berechnungen nicht ganz folgen.“ Und Sebastian Fritz (Linke) kam mit einem ganz neuen Gedanken: „Wichtig ist doch, dass der ÖPNV attraktiver wird. Gibt es eine Möglichkeit der Bevorrechtigung auf dieser Strecke?“ Es gab Diskussionsbedarf – so viel wurde deutlich. „Laden Sie Herrn Weber ein, machen Sie sich ein Bild“, forderte Arnold die Fraktionen auf. Denn „dass“ etwas passieren müsse – daran ließ er keinen Zweifel.

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© Gmünder Tagespost 21.12.2016 21:47