Viel Lob für die Ordnungsdienstler

Bildschirmfoto 2016-04-27 um 22.09.56Schwäbisch Gmünd. Die sieben Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte des Kommunalen Ordnungsdienstes KOD arbeiten vor allem abends, nachts und an Wochenenden. Sie sollen gegen Ruhestörungen und Trinkgelage vorgehen. Die Mitarbeiter des Gemeindevollzugsdienstes GVD sind für die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten zuständig, verteilen zum Beispiel Strafzettel an Falschparker oder sind Marktmeister. Vier Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte sind in diesem Bereich der Stadtverwaltung beschäftigt. Außerdem sind drei Vollzeitkräfte mit der Geschwindigkeitsüberwachung beschäftigt. Die beiden Abteilungen des Ordnungsamtes sollen zusammenwachsen. Das kündigte Bürgermeister Dr. Joachim Bläse am Mittwoch im Verwaltungsausschuss an. Ausscheidende GVD-Mitarbeiter sollen durch KOD-Leute ersetzt werden. Bläse unterstrich, dass der KOD nicht die Arbeit der Polizei, die für die Sicherheit zuständig ist, mache.
Regelmäßige Schulung
Die Stadträte lobten die Arbeit, die der Ordnungsdienst leistet. „Toll“ sagte zum Beispiel Albert Scherrenbacher (CDU). Auf Nachfrage von SPD-Fraktionsvorsitzender Sigrid Heusel sagte die zuständige Abteilungsleiterin Rabea Haug, dass die KODler regelmäßig geschult werden, zum Beispiel in Deeskalation. Kurt Weigand (CDU) dankte den Mitarbeitern. Er fragte nach der Zusammenarbeit mit der Polizei. Die sei sehr eng und gut, antwortete Haug. Die Mitarbeiter beider Organisationen seien regelmäßig in Kontakt.

Eine Zeitlang waren die Ordnungsdienstler auch sehr öffentlichkeitswirksam mit Segways im Stadtgebiet unterwegs, erinnerte BL-Sprecher Ullrich Dombrowski. Solche Einsätze seien aber nicht mehr zu sehen. Thomas Matok, der für die Einsatzorganisation des KOD zuständig ist, antwortete, dass die Segways von den Gmünder Stadtwerken gesponsert wurden. Weil aber nach Ansicht der Stadtwerke die Fahrzeuge zu selten im Stadtbild zu sehen gewesen seien, hätten die Stadtwerke den Vertrag gekündigt. Dabei waren die Segways nach Matoks Einschätzung sehr geeignet und häufig im Einsatz. Bläse sagte zu, dass darüber nochmals verhandelt werde. Auf Frage des Linke-Fraktionssprechers Sebastian Fritz versicherte der Bürgermeister, dass die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes einen guten Zugang zu Jugendlichen haben, die sie abends und nachts im Stadtgebiet antreffen.

Was wird aus Teilzeitstellen?
Die beiden Teilzeitkräfte des KOD sind befristet auf die Sommermonate an den Wochenenden abends eingesetzt. Damit hat der Ordnungsdienst mehr Kapazitäten, um nicht nur in der Innenstadt auf Streife zu gehen, sondern auch in den Statteilen. Bläse kündigte an, dass die Stadträte im Herbst entscheiden müssten, wie es mit den Teilzeitstellen weitergehe.

© Gmünder Tagespost 31.05.2017 21:55