Viel Lob für die Arbeit in den Quartieren

Schwäbisch Gmünd. Gmünds Stadträte signalisierten am Mittwoch Zustimmung, die Stellen der Stadtteilkoordinatorinnen Christine Hüttmann in der Oststadt, Eva Bublitz in der Weststadt und Katharina Jäger in der Südstadt unbefristet zu verlängern. Endgültig entscheiden wird darüber der Gemeinderat.

Mit der Diskussion im Sozialausschuss war jedoch eine große Wertschätzung der Arbeit aller Stadtteilkoordinatoren verbunden. Hüttmann, Bublitz, Jäger sowie Regina Schwarz vom Hardt, Caroline Stahl für die Altstadt, Andrea Demsic für Straßdorf und Bettringens Quartiermanager Uli Bopp – durch Brigitte Weiß vertreten – hatten ihre Tätigkeiten kurz vorgestellt. Zuvor hatte der Leiter des Amtes für Soziales und Familie, Dieter Lehmann, die Quartiersarbeit seit Mitte der 90er-Jahre rekapituliert. Diese begann damals auf dem Hardt, Anfang 2000 folgte die Oststadt, nach und nach Südstadt, Weststadt, Altstadt und schließlich mit Straßdorf und Bettringen erste Stadtteile. Die Arbeit als Ansprechpartner in diesen oftmals von Menschen aus ganz unterschiedlichen Nationen geprägten Quartieren sei schwierig, sagte Lehmann. Deshalb sei Kontinuität entscheidend. Für Lehmann ist das, was Gmünd hier macht, ein „echtes Leuchtturmprojekt“. Keine vergleichbare Stadt im Land habe eine solche Quartiersarbeit.

Dies würdigten die Stadträte. Brigitte Schoder (SPD) sprach von einem „Erfolgskonzept“ und forderte, dass die Stadtteilkoordinatoren mehr Mittel für ihre Arbeit bekommen. Aktuell stehen ihnen pro Quartier und Jahr 2500 Euro zur Verfügung. Er wisse, dass dies wenig ist, sagte dazu Bürgermeister Dr. Joachim Bläse. Doch die Arbeit baue auf der Eigenverantwortung der Bürger in den Quartieren auf. Elena Risel (CDU), Alexander Schenk (Grüne), Susanne Lutz (BL), Karin Rauscher (FWF) und Cynthia Schneider (Die Linke) lobten die Arbeit in den Stadtteilen. Unbefristete Verträge, sagte Risel, seien „eine Wertschätzung“ der Arbeit. Schenk forderte für die Quartiere „langfristig“ eine repräsentative Vertretung wie in den Stadtteilen. Dies lehnte Bläse ab. Sonst gebe es irgendwann einen Ortschaftsrat in der Ledergasse.

© Gmünder Tagespost 07.02.2018 20:57