VGW will Dienstleister gründen

Bildschirmfoto 2016-04-27 um 22.09.56Schwäbisch Gmümd. Die Vereinigte Gmünder Wohnungsbaugesellschaft VGW will eine Tochtergesellschaft VGW Facility Management GmbH gründen. Dies erläuterte VGW-Geschäftsführer Celestino Piazza am Mittwoch Stadträten. Mit dieser Tochtergesellschaft will die VGW Wärme erzeugen, messen und abrechnen. Dazu will sie in den VGW-eigenen Gebäuden 16 000 Messgeräte austauschen. Die Tochtergesellschaft soll Einsparungen von etwa 50 000 Euro im Jahr erbringen. Dadurch sollen die Heizkosten für die VGW-Mieter bis zu 15 Prozent gesenkt werden. Piazza verspricht sich davon auch einen bessere Kundenbindung. Professor Dr. Kurt Weigand (CDU) bewertete diese Maßnahme positiv in einer Zeit, in der „Nebenkosten ständig steigen“. In der SPD-Fraktion gebe es Gesprächsbedarf, sagte Wolfgang Greil. Die Thematik sei komplex. Er selbst sei überzeugt, dass dies zu Vergünstigungen für die Mieter führe. Greil verwies darauf, dass diese neue Gesellschaft nur für die VGW sei und damit für andere Bürger nicht offen. Als „sinnvoll“ bewertete auch Grünen-Sprecher Gabriel Baum den Versuch, als „durchdachte Idee“ bezeichnete Brigitte Abele (Bürgerliste) die Initiative. Durch diese würden Synergien entstehen, es gebe mehr Transparenz in den Abrechungen. Positiv sah die Idee auch Karin Rauscher (FWF), als „gutes Zeichen für die Mieter“ bewertete dies Sebastian Fritz (Die Linke). Solche Zeichen wünsche er sich auch von der Verwaltung.

 

Eine Parallelstruktur hingegen sah Hans-Jürgen Westhauser (SPD). Die Stadt habe mit den Stadtwerken schon einen Betrieb, der sich seit 100 Jahren mit Abrechnungen befasst. Die Stadtwerke hätten noch nie eine Heizkostenabrechnung gemacht, widersprach Piazza. Während OB Richard Arnold sagte, Ressourcen müssten so verteilt werden, dass für beide Töchter das Beste erreicht werde. Westhauser bat darum, den Geschäftsführer der Stadtwerke zum Thema zu hören.

© Gmünder Tagespost 12.07.2017 22:04