VGW ist Garant für bezahlbaren Wohnraum

Sebastian FritzGmünds Vereinigte Wohnungsbaugesellschaft VGW ist „nach wie vor ein Garant für günstigen Wohnraum“. So reagiert die Stadt auf einen Antrag der Fraktion Die Linke. Diese fordert einen Bericht über die Zahl der VGW-Wohnungen und über Wohnraum, der immer „schwerer zu finden“ sei.

michael länge

Schwäbisch Gmünd. Die VGW ist ein städtisches Unternehmen. Ihre Ziele sind, erschwinglichen Wohnraum bereit zu stellen und den Wohnungsmarkt zu entlasten. Die Stadt Gmünd hat seit 1. April 2014 einen Mietspiegel. Er enthält für Gmünd einen Durchschnittspreis von 5,68 Euro pro Quadratmeter. Der Mietspiegel schützt Mieter vor überzogenen Mieterhöhungen, denn Miete kann nur noch im Rahmen des Mietspiegels angepasst werden.
Die Durchschnittsmiete der VGW-Wohnungen liegt bei 5,36 Euro pro Quadratmeter. Sie ist etwa sechs Prozent günstiger als der Durchschnittspreis des Mietspiegels von 5,68 Euro pro Quadratmeter. Bezahlbarer Wohnraum scheinen in Gmünd ausreichend vorhanden zu sein, sagt die Verwaltung. Sie begründet dies damit, dass das Land für Gmünd keine Mietpreisbremse vorsehe. Die Mietpreisbremse wird es vom 1. Juli an geben. Damit werden sowohl bei bestehenden Verträgen als auch bei Neuvermietungen die Grenzen für Mieterhöhungen gesenkt. Die Mietpreisbremse gilt vom 1. Juli 2015 an in 44 Kommunen des Landes. Nicht in Schwäbisch Gmünd. Die Stadt weist aber auch darauf hin, dass es mehrere Möglichkeit gibt, staatliche Unterstützung wie Wohngeld oder Unterkunftskosten zu erhalten.
Die VGW hatte im Jahr 2013 2315 Mietwohnungen. Dies sind 50 Wohnungen weniger als im Jahr 2005. Grund dafür sind überwiegend Privatisierungen durch den Verkauf der Wohnungen an die Mieter oder an Kapitalanleger. Die Stadt weist außerdem darauf hin, dass die Zahl der einst öffentlich geförderten Wohnungen, deren Mietpreis deshalb mindestens zehn Prozent unter der ortsüblichen Miete liegen muss, seit 2005 unverändert bei 255 liegt. Die VGW hat zurzeit etwa 1000 Interessenten für eine Mietwohnung. Ein Drittel dieser Interessenten wohnt jedoch bereits in Gmünd. Dies bedeutet, sie suchen eine kleinere oder größere Wohnung.
Er sei mit diesen Antworten der Stadt nicht zufrieden, sagte Sebastian Fritz (Die Linke). Bei bezahlbarem Wohnraum sei nichts passiert, dieser sei zunehmend schwerer zu finden. „Da sollten wir ran“, sagte Fritz.
Bürgermeister Dr. Joachim Bläse deutete die Zahl der Interessenten bei der VGW hingegen als „Kompliment“. Dennoch sagte er einen Bericht im Gemeinderat zu, wie sozial verträgliche Wohnprojekte aussehen könnten.

© Gmünder Tagespost 18.06.2015 16:43:49

Die ausführliche Stellungnahme von Sebastian Fritz finden Sie hier.