Verkehr in Königsturmstraße flüssig machen

Bildschirmfoto 2016-04-27 um 22.09.56Schwäbisch Gmünd. Der Zeiselberg wird an das grüne Band der Gartenschau 2014 angebunden. Die Stadtverwaltung plant dafür Veränderungen bei den Straßenübergängen in der Königsturm- und der Unteren Zeiselbergstraße. In der Königsturmstraße soll die Fußgängerampel in Richtung Königsturm versetzt werden. Die Untere Zeiselbergstraße soll für Fußgänger einfacher zu überqueren sein. Dafür, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold am Mittwoch im Bauausschuss, habe die Stadtverwaltung in den Haushalten 2017 und 2018 etwa 200000 Euro vorgesehen.Aus diesem Vorhaben jedoch ist inzwischen eine Diskussion geworden, ob dabei nicht auch die Verkehrsführung in dieser Ecke der Stadt auf den Prüfstand gestellt und womöglich verbessert werden kann. Denn trotz Tunnel staut sich der Verkehr in der Königsturmstraße immer noch. Inzwischen gebe es dafür, so Arnold, fünf Varianten:

  • Variante Null – einzig die beiden Übergänge werden verändert. Diese sei das Minimum.
  • Variante 1 – in der Sebaldanlage soll ein Kreisel entstehen. Die ändere nichts am „Nadelöhr Konrad-Baum“, wo Untere Zeiselbergstraße, Königsturmstraße und Klösterlestraße aufeinander treffen.
  • Variante 2 – am Nadelöhr Konrad Baum soll es weniger Ampeln geben, die Untere Zeiselbergstraße soll zur Einbahnstraße werden.
  • Variante CDU – die Ampel am Nadelöhr Konrad Baum entfällt komplett, wie in einem vergrößerten Kreisverkehr um einige Häuser wird die Paradiesstraße zur Einbahnstraße.
  • Variante FWF – Parlerstraße, Untere Zeiselbergstraße und Klösterlestraße werden wie ein größerer Kreisverkehr ums ganze Viertel gestaltet.

Arnold schlug für eine dieser Varianten eine Probephase vor. Die Verwaltung wolle von den Räten bis Ende Februar wissen, welche Variante ausprobiert werden soll. Dazu bot der OB im März und April Vor-Ort-Begehungen an. Im Mai sollen die Varianten im Rat diskutiert werden. Die Probephase soll im Sommer sein. Im Herbst will die Stadt diese auswerten, im Frühjahr 2018 soll mit dem Bau begonnen werden.

Diesen Zeitplan des Oberbürgermeisters begrüßten die Stadträte. Die CDU wolle sich nochmal mit Einbahnstraßen, Radwegen und Sicherheit für die Fußgänger befassen, sagte Thomas Kaiser (CDU). Dabei sollen Anregungen von Bürgern einfließen wie Kreisverkehre in der Parler- und der Uferstraße oder aber Verbesserungen beim Glockekreisel. Dass gerade dieser ein „neuralgischer Punkt“ ist, sah auch Ullrich Dombrowski (BL) so, der „nichts davon hält, das Thema stückchenweise anzugehen“. „Entzerren, ohne neue Knotenpunkte zu schaffen“, sagte auch Karl Miller (Grüne). Die Meinungen gingen auseinander, sagte Konrad Sorg (SPD). Seine Fraktion werde dies diskutieren. Im Süden fehle ein Parkhaus, sagte Dr. Constanze Schwarzkopf-Streit (FWF), Platz zu schaffen für Radfahrer forderte Sebastian Fritz (Die Linke).

© Gmünder Tagespost 18.01.2017 20:10