Verbesserungen für Alltagsradler

18. September 2017  Gemeinderat, Presse, Redaktion, Sebastian Fritz

Am vergangenen Sonntag boten die beiden Stadträte Karl Miller (Bündnis 90/Die Grünen) und Sebastian Fritz (Die Linke) zusammen mit dem Radkurier Volker Nick im Rahmen der Woche der Mobilität eine Radtour durch die Innenstadt an. Dabei ging es um Verbesserungen für die Alltagsradfahrer und Bürgerinnen und Bürger, die ihr Auto lieber stehen lassen wollen, um vermehrt ihre Einkäufe und Termine in der Innenstadt mit dem Rad zu erledigen.

Die Anwesenden sprachen sich für einen Innenstadtring nach dem Vorbild der Fahrradhauptstadt Münster aus. Allerdings schlagen sie eine etwas andere Streckenführung als die von Herrn Scheffold vorgeschlagene Variante vor. Ihre Variante führt von der Remsstraße über den Pfitzer-, Baldung- und Bypass Glockekreisel direkt in die Königsturmstraße. Durch die Straßenumgestaltung „Ums Stöckle“ und die mit dem Fahrradring bezweckte gute Erreichbarkeit der Innenstadt sprachen sich die Anwesenden für die Weiterfahrt über die Klösterlestraße aus. Dies soll aber ausdrücklich nicht heißen, dass bei der Maßnahme Ums Stöckle keine Verbesserungen im Bereich Sebaldplatz umgesetzt werden sollen. Den Ring schließen wollen die Alltagsradler dann über die Parler- bzw. die Robert-von-Ostertag Straße. „Unser Ansatz ist es, die Radfahrer möglichst nah an der Innenstadt zu führen und vor allen Dingen den Ring in beide Richtungen zu ermöglichen“, so Volker Nick. Ebenfalls von großer Bedeutung sei eine klare Regelung an den Knotenpunkten. „Aktuell haben wir in Schwäbisch Gmünd in Sachen Radwege für Alltagsradler leider einen Flickenteppich. Es beginnt aus heiterem Himmel ein Schutzstreifen, der dann urplötzlich, wie am Pfitzerkreisel, auf einen von Fußgängern ebenfalls benutzten Gehweg führt“, so Sebastian Fritz. Dies müsse mit der Planung für solch einen Ring unbedingt berücksichtigt werden, um das Verkehrsmittel Rad mit dem Auto gleichberechtigt zu behandeln.

Außerdem betonten die Anwesenden nochmals deutlich, dass es ihnen nicht um neue teure Radwege gehe, sondern um eine gute durchgängige Planung, die die vorhandene Straßenfläche lediglich neu strukturiere. „Das Ganze steht und fällt mit den Knotenpunkten an Kreisverkehren und Kreuzungen. „Wenn es nicht gelingt, dies gut zu lösen, dann macht der ganze Ring keinen Sinn“, so Karl Miller. Ebenfalls von großer Bedeutung sei eine Art zentraler Ansprechpartner für dieses Thema in der Verwaltung. Aktuell müssten bei jeder Straßenbaumaßnahme die Interessen der Radfahrer mühsam eingefordert werden. Das sei in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäß, sondern es müsse einfach klar sein, dass die Fahrradmobilität immer dazu gehöre und nach einem einheitlichen Standard behandelt werde.

Abschließend ging es noch um die B298. Der neue Fahrbahnbelag sei jetzt drauf, aber all die Verbesserungen für die Radfahrer stünden noch aus. So fehle der Schutzstreifen im oberen Teil, um in den Rehnenhof zu kommen, das Stück Geh- und Radweg nach Mutlangen hoch sei leider auch nicht asphaltiert worden und in Sachen Becherlehen höre man aktuell auch nichts mehr. Die Anwesenden wünschten sich daher von der Verwaltung, dass diese nach der Sommerpause darüber Aufklärung schaffe.