Unterstützung durch die Bundesgeschäftsführerin der Linken Caren Lay

11. Februar 2011  Presse, Redaktion

Caren Lay, Bundesgeschäftsführerin der Linken, war gestern zu Gast in Gmünd, um Ostälbler Roland Hamm, Linken-Spitzenkandidat im Land, sowie die Gmünder Kandidatin Susanne Kempf im Wahlkampf zu unterstützen.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Caren Lay ließ sich zunächst zum Jugendtreff Ost begleiten, wo ein Kernthema linker Politik diskutiert würde – Bildung und bestmögliche Förderung junger Leute. „Was würde am meisten helfen?“, wollten Lay, Kempf sowie Stadtrat Sebastian Fritz und der Vorsitzende des Gmünder Ortsverbandes der Linken, Siegfried Pilbauer, wissen. Was sie erfuhren, war wenig überraschend: Vielfach fehlten die sprachlichen Voraussetzungen, um in Kindergarten und Schule von Anfang an eine reelle Chance zu haben; die Förderung der unter 3-Jährigen sei deshalb von größter Bedeutung. Viele Eltern könnten diese Frühförderung nicht finanzieren, merkte Sebastian Fritz an, dessen Fraktion am Mittwoch im Gemeinderat erneut eine nach Einkommen gestaffelte Gebührenordnung gefordert hatte. Kinder müssten länger gemeinsam lernen, so ein weiteres Ergebnis dieses Gesprächs; es gehe nicht an, junge Menschen auszugrenzen.

Caren Lay erklärte, sie unterstütze die Genossen nach Kräften. Mittlerweile seien die Linken in 13 Landtagen vertreten; könnten sie Ende März in zwei weitere einziehen, fehle nur noch Bayern. In Baden-Württemberg sei’s gelungen, in allen Wahlkreisen anzutreten – mit Menschen, die in der Gesellschaft verankert seien.

In Baden-Württemberg, so Lay, hätten Herkunft und sozialer Status der Eltern den größten Einfluss auf die Bildung der Kinder – das gehe nicht an. Bildung müsse kostenfrei sein, „von der Kita bis zur Uni“, und gerade die Kleinsten seien am dringendsten auf intensive und individuelle Betreuung angewiesen. Sie bekräftigte zudem, dass es pädagogisch nicht zu verantworten sei, starke und schwache Schüler so früh zu trennen. Weiteres wichtiges Thema sei die Zahl der Leiharbeiter, die sich im vergangenen Jahr verdoppelt habe – „das zentrale Instrument für Lohndumping“ und etwas, das die öffentliche Hand nicht befördern dürfe. Mit Blick auf die jüngst gescheiterten Verhandlungen zu Hartz IV bedauerte sie, dass das zu Lasten der Betroffenen gehe.

Das Thema Verkehrspolitik durfte nicht fehlen. Hier forderte die Bundesgeschäftsführerin, dass in regionale Verbindungen investiert werde, nicht in Prestigeprojekte. Als konkrete Forderungen für Gmünd nannte dann Susanne Kempf mit Blick auf das Gespräch im Jugendtreff Ost, es möge für alle Menschen gleichberechtigten Zugang zum Arbeitsmarkt geben; im Ausland erworbene Qualifikationen sollten anerkannt werden: „Bessere Perspektiven, bessere Vertretung, bessere Förderung“ für Migranten tue Not. Auch für erneuerbare Energien machte sie sich stark. Sie wandte sich gegen Privatisierungen, etwa im Gesundheitsbereich, und der Tunnelfilter war ebenfalls Thema; Fritz hoffte, es werde ein Wahlgeschenk geben, „wenn der Protest nicht abflaut“.

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