Macht den Wald nicht kalt

Samstag, 21.09.2019, 11:00 - 12:00 Uhr
Johannisplatz, Johannisplatz, Schwäbisch Gmünd

Die Lage ist nicht mehr alarmierend. Sie ist katastrophal. Der Bund Deutscher Forstleute schlägt Alarm. Bis Jahresende sollen 250 000 Hektar Wald durch den Klimawandel verloren sein. Und im Ostalbkreis gehen die Waldbauern auf die Barrikaden. Sie fordern ein Notstandsprogramm.
SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Landwirt- schaftsministerin Klöckner will ein 500- Millionen-Programm zur Wiederauffors- tung vorlegen. Im Land klagt Minister- präsident Kretschmann „Es ist schockie- rend, was im Wald passiert“.
In diesem gesellschaftlichen Klima hat die Bürgerinitiative Taubental auf ihrer letzten Versammlung eine Info-Kundge- bung auf dem Gmünder Johannisplatz beschlossen. „Macht unseren Wald nicht
kalt“ ist das Motto, das über der Veran- staltung am 21. September um 11 Uhr steht.
Ein Wald ist Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Er senkt den CO2-Gehalt in der Luft. Gleichzeitig produziert er Sau- erstoff, kühlt und reinigt die Luft und speichert Wasser. Er ist der beste Wasser- rückhalt bei Starkregen. Im Wald können sich die Menschen erholen. Der Wald ist ein wertvoller Garant für unsere Zukunft.
Pflegeheimbau im Taubental mit aller Kraft verhindern
Und jetzt soll in Gmünd wieder ein Teil des Taubentalwaldes geopfert werden. So wollen das die Pläne der Stadt und der Schönblick GmbH. Ein vorhabenbezoge- ner Bebbauungsplan soll zulassen, dass die Schönblick GmbH ein Pflegeheim in
den Taubentalwald bauen kann. Ein An- trag auf eine Baugenehmigung wurde auf den Weg gebracht. Dafür muss ein Stück intakter Wald geopfert werden. Die Bür- gerinitiative will das mit aller Kraft ver- hindern.
„Wir können es uns nicht mehr leisten etwa 200 ausgewachsene Bäume zu fäl- len,“ beklagt die Bürgerinitiative Tau- bental. Die Mitglieder der BI fordern eine Alternativlösung. „Wir sind überhaupt nicht gegen den Bau eines Pflegeheimes. Aber das kann die Schönblick GmbH ge- nauso auf ihrem freien Gelände, zum Bei- spiel auf dem riesigen Parkplatz bauen“, fordert Gerhard Frey, der Sprecher der BI-Taubental. Angesichts der derzeitigen Klimasituation komme es auf jeden Baum an. Man könne es sich nicht mehr leisten, auch nur einen Baum zu opfern.
Auf der Kundgebung auf dem Johan- nisplatz will die Bürgerinitiative dafür werben, dass eine alternative Lösung ge-
funden wird. „Wir wollen den Wald ret- ten, der allen Gmündern nützt. Wir wol- len nicht den Parkplatz vom Schönblick schützen“, sagt Gerhard Frey, „die Autos kann man auch in einer Tiefgarage oder einem kleinen Parkhaus unterbringen.“
Auf der Kundgebung der Bürgerinitiative Tau- bental am 21. September, 11 Uhr, Johannis- platz, sprechen:
� Gerhard Frey, Bürgerinitiative Tauben-
tal; Macht unseren Wald nicht kalt.
� Jakob Hokema, Gärtnermeister; Der Baum und der Wald – Verbündete im
Klimawandel.
� N.N.; Ich bin dann mal im Wald; Wie der
Wald uns Gesundheit und Harmonie
für Körper und Seele schenkt.
� Tim Luka Schwab, Fridays4Future und
Stadtrat; Forests4Future
� Dr. Andreas Benk, Theologe und Stadt-
rat; Bewahrung der Schöpfung! Oder: retten, was noch zu retten ist.

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