Taubental als Ganzes erhalten

Schwäbisch Gmünd. Ursula Böttinger und Gerhard Frey sind die Sprecher der Bürgerinitiative Taubental. Sie wurden bei einem Treffen der Initiative am Donnerstagabend gewählt. Eventuell wird das Sprecherteam noch um eine dritte Person erweitert. Inhaltlich wollen sich die Mitglieder der Initiative darauf konzentrieren, für den Erhalt des ganzen Taubentals als wertvollen Erholungsraum und Frischluftlieferanten für Gmünd einzutreten. „Der Wald wird von verschiedenen Seiten angeknabbert“, sagte Joachim Denke bei dem Treffen am Donnerstag. Deshalb möchte die Initiative auch zum Beispiel weitere Bauplatz-Ausweisungen am Vogelhof oder in Wustenriet kritisch beleuchten. Im Vordergrund der Kritik stehen für die Gruppe drei Projekte: die Pläne für ein neues Hallenbad im Gleispark, wenn dafür ein Eingriff in den Hang des Nepperbergs nötig wäre; die Pläne des Schönblicks für den Neubau eines Pflegeheims in einem Waldstück am Rehnenhof sowie die im Rahmen der Remstal-Gartenschau geplante Tanz-Linde auf dem Lindenfirst. Sehr kritisch wird auch das Vorhaben gesehen, in den Hallenbad-Bau private Investoren einzubeziehen. Sebastian Fritz unterstrich, dass die BI sich keinesfalls generell gegen Neubaupläne für Hallenbad oder Pflegeheim stelle. Beim Treffen am Donnerstagabend waren rund 30 Interessierte anwesend. Sie waren sich einig, dass die BI allen am Taubental Interessierten offenstehe, aber von Parteien unabhängig bleiben möchte. Aus Berichten über Kontakte mit der Stadtverwaltung folgerte BUND-Regionalgeschäftsführer Andreas Mooslehner, dass die Verwaltung die Strategie verfolge, die Initiative bei Treffen in kleine Gruppen zu zerteilen. Ihre Anliegen schildert die Initiative inzwischen auch auf der Homepage bi-taubental.de.

 

© Gmünder Tagespost 04.08.2017 00:39