Susanne Kempf geht für DIE LINKEN ins Rennen

30. September 2010  Redaktion

Wie bereits gestern kurz berichtet wurde Susanne Kempf als Kandidatin der Linken für die Landtagswahl nominiert. An Ihrer Seite wird Sebastian Fritz als Ersatzkandidat stehen.

Zuversichtliche Stimmung für ein Ergebnis 5 Prozent plus X herrschte bei der Nominierungsveranstaltung der Linken im Gasthaus Lamm. „Wenn Frau Merkel die Landtagswahl zum Stimmungstest für Stuttgart 21 machen möchte, dann kennt sie die Stimmung im fernen Baden Württemberg nicht gut genug. Denn nach dieser Wahl wird die politische Landschaft in diesem Land anders aussehen“, so Susanne Kempf. Der Vorsitzende des Gmünder Ortsverbandes der Linken, Siegfried Pilbauer eröffnete die Nominierungsversammlung und begrüßte Walter Kubach vom Landesvorstand und enger Mitarbeiter von Ulrich Maurer der die Veranstaltung leitete.

In ihrer Kandidatenvorstellung sprach Susanne Kempf klare Worte. „ Gerechtigkeit geht anders. Schwarz Gelb setzt auf klare Umverteilung von unten nach oben siehe Leiharbeit, Rente mit 67 und der Befriedigung der Wünsche von Atomlobby über Hoteliers bis Pharmaindustrie. Die Zeche zahlt aber nicht nur die wachsende Zahl der Armen im Land sondern auch die Arbeitnehmer mit einer stetig schrumpfenden Zahl von Arbeitsplätzen von denen sich noch Leben lässt und einer dünner werdenden Mittelschicht die ebenso durch eine wachsende Abgabenlast belastet wird.“

Der Landesregierung warf sie vor durch das Stuttgart 21 Projekt massiv Steuergelder zu verschwenden statt sie für einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr zu verwenden der die Region besser vernetzt und besser an Stuttgart anbindet.

Sebastian Fritz sprach sich in seiner Bewerbung für die Ersatzkandidatur vor allem gegen die Ausblutung der Kommunen durch Bund und Land aus, da dies nur weitere Gebührenerhöhungen befördert und die sozialen Leistungen beschneidet. Auch sei der Umgang der Landesregierung mit der Bildungspolitik ein Wahnsinn. Statt die Chance zu ergreifen in kleinen Grund- und Hauptschulen eine Gesamtschule einzurichten, wo Kinder am Wohnort gemeinsam lernen können, setzt man lieber auf Schulschließung im großen Stil.