Stuttgart steht auf

21. Februar 2011  Presse, Redaktion

Filmvorführung und Diskussion im KKF/Brazil über S21 und die Entstehung einer neuen Demokratiebewegung

Die Sitzplätze „Brazil“ reichten kaum aus, so groß war der Andrang, als der Journalist, Autor und Filmemacher Hermann G. Abmayr am vergangenen Freitag seinen Film „Stuttgart steht auf“ in dem Programmkino präsentierte. Am Beispiel der Auseinanendersetzung um den Stuttgarter Bahnhof wirft der Film die Frage nach einem neuen Demokratieverständnis auf. Reicht es, alle paar Jahre zur Wahl zu gehen? Welche Möglichkeiten haben Bürger sich friedlich und phantasievoll im öffentlichen Leben einzumischen? Kann Stuttgart mit seinen vielen friedlichen Demonstrationen als Beispiel dienen?

Moderiert von dem Gmünder Gemeinderat Sebastian Fritz (DIE LINKE) folgte im Anschluss an den Film eine angeregte Diskussion. Hermann G. Abmayr und Matthias von Herrmann, studierter Volkswirt und Chemiker ist Aktivist und Sprecher der Parkschützer, stellten sich den Fragen des Publikums und diskutierten mit den ungefähr achtzig Besuchern über die aktuelle Situation rund um den Stuttgarter Bahnhof und die Perspektiven der Protestbewegung.

In der sehr sachlich geführten Diskussion wurde „K21 (der Kopfbahnhof) als die „bessere Variante“ dargestellt „weil sie günstiger und nicht so mit Gefahren versehen ist“, waren sich Abmayr und Hermann einig. „Die Menschen wollen nicht nur an der Wahl ihr Votum abgeben“, betonte ein Diskussionsredner. Andere wiesen darauf hin dass, es aber trotzdem wichtig sei, an der Wahl teilzunehmen, um „die politischen Weichen zu stellen“.

Matthias von Herrmann kündigte an, „der Protest geht weiter“. In den kommenden Wochen werde sich zeigen, ob die Bewegung durchhält, „auch nach der Landtagswahl am 27. März muss der Protest weitergehen“, so der Sprecher der Parkschützer.