Stellungnahme der Linken zur Verbreiterung der Rektor-Klaus-Brücke

12. November 2010  Gemeinderat

Vergangenen Mittwoch wurde im Bau-und Umweltausschuss die Verbreiterung der Rektor-Klaus-Brücke beschlossen. Leider hat sich eine Mehrheit des Gremiums für eine abenteuerlich Variante entschlossen:

Die schon angesprochene Überprüfung, den Kreisel Ost maximal zu vergrößern und dabei ohne in die Rems ausweichen zu müssen trifft auf unsere volle Unterstützung. Ebenso die Nachbesserung bei dem Taubentalanschluss und bei den Busspuren am ZOB!

Da dies auch konsensfähig ist, möchte ich gleich auf den strittigen Punkt – die Brückenverbreiterung der Rektor-Klaus-Brücke zu sprechen kommen.

Kollege Piazza hat immer wieder betont, wie wichtig es ist, einzelne Bauten im Rahmen der Realisierung der Landesgartenschau auf kostengünstigere Lösungen zu überprüfen.

Dies ist vernünftig und findet ebenso unsere Zustimmung wie der Versuch erst einmal Gmünder Betriebe und Büros für die jeweiligen Gewerke und Aufträge zu finden.

Aber im Fall der beiden Entwürfe für die Verbreiterung der Rektor-Klaus-Brücke sollten aus unserer Sicht die Fakten nicht übersehen werden.

Ich zitiere aus der Vorlage:

- Die Anschlussdetails hierfür sind komplex und greifen in die tragende Substanz der bestehenden Brücke ein.

- Hinzu kommt, dass ein Anschließen an bestehende alte und empfindliche Bauteile nie einfach ist. Beim Öffnen alter Bauteile sind immer Überrasch-

ungen möglich, die technische Änderungen erfordern, die in der Regel

dann deutlich teurer sind als ursprünglich gedacht.

Darüber beschreibt Herr Dr. Breinlinger – der immerhin Vorsitzender der VPI – Vereinigung der Prüfingenieure BW ist – dass bei der Reichert Lösung noch Details zu lösen sind, die in der Umsetzung dann zu Mehrkosten führen können. Also mein gesunder Menschenverstand sagt mir, lieber wissen was ich bekomme, als die Katze im Sack zu kaufen!

Einziger Nachteil bei der Lösung von LAP ist aus unserer Sicht der nicht fließende Übergang des Gehweges in südlicher Richtung. Hier wäre aus unserer Sicht noch eine Nachbesserung auch für den Radverkehr denkbar.