Stellungnahme: Antrag auf Rücknahme der Fremdreinigung

Bildschirmfoto 2016-04-27 um 22.09.56Ich möchte die Gelegenheit nutzen und nochmals den Unterschied zwischen Eigen- und Fremdreinigung aktuell aufzuzeigen:

  1. Das eigene Personal erhält eine Stundenvergütung von 14 und das Fremdpersonal von 10 Euro die Stunde.
  2. Das Fremdpersonal muss zusätzlich 45 % mehr an Leistung erbringen.
  3. Herr Langer hat bei der Vorstellung seines Berichts selbst gesagt, dass dies bis zur Rente nur schwer zu schaffen ist.
  4. Uns sind außerdem Berichte von sehr verlässlichen Quellen zu Ohren gekommen, dass der Mindestlohn von 10 Euro bei den Fremdfirmen häufig durch das Einfordern von unbezahlter Mehrarbeit umgangen wird.
  5. Außerdem werden Sicherheitsvorschriften, wie z.B. das Sichern bei Fensterreinigung im 1. und 2. Obergeschoss nicht eingehalten.
  6. Als letztes möchten wir noch erwähnen, dass es immer wieder Berichte über nicht erbrachte Leistung bei der Reinigung gibt. Dies führt in nicht wenigen Fällen dazu, dass es auch zu bleibenden Schäden kommt und damit Folgekosten für die Stadt entstehen.

Herr Oberbürgermeister, Sie haben völlig zurecht Anfang Februar im Zusammenhang mit einem Bericht über die Öffnung des Gmünder Wegs für Alle darauf hingewiesen, dass es immer mehr prekäre Beschäftigung gibt und dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft. Aber was tun wir dagegen? Das, was wir hier beschreiben, befördert diese Zustände geradezu. Auch der Umstand, dass wir bei solchen Dienstleistungsverhältnissen, gleichzeitig die Gehälter der oberen Einkommenklassen durch stetig steigende Aufgaben in den letzten Jahren immer wieder angehoben haben, trägt dazu bei. Verstehen Sie mich nicht falsch, wenn Aufgaben dazu kommen, dann muss es dafür auch einen Ausgleich geben, aber gleichzeitig sagen wir immer mehr Beschäftigten im Reinigungsbereich, dass sie weniger verdienen werden und gleichzeitig 45% mehr Leistung erbringen müssen! Das passt nicht zusammen und daher halten wir an unserem Antrag fest.