Stadt lenkt von Problem ab

Der Ortsvorstand der Linken weist den Vorwurf von Stadtsprecher Markus Hermann „entschieden zurück“, man habe versucht, den „Ehrenamtlichen ans Bein zu pinkeln“. Dies sei so nie geäußert worden und der Versuch, vom eigentlichen Problem abzulenken.

Schwäbisch Gmünd. Mit dieser Stellungnahme reagierte Linke-Stadtrat Sebastian Fritz auf den GT-Bericht „Kann Gmünd sich Blumen leisten? vom vergangenen Mittwoch. In diesem war Stadtsprecher Markus Hermann „extrem irritiert“ über die Feststellung der Linken zu Ehrenamtlichen im früheren Gartenschaugelände.

Die Feststellung der Linken, dass „die ursprünglichen Planungen, einen Großteil der Grünpflege mit Ehrenamt abzudecken, nicht in Erfüllung geht“, impliziere, dass die Ehrenamtlichen nicht in der Lage seien, die Grünpflege zu machen, so Herrmann.
Im Gegenteil: Es sei ein „großartiger Einsatz“, der dort geleistet werde, und man könne dafür nicht oft genug danken, sagte dazu Fritz. Das Problem aber, auf das der Ortsvorstand der Linken aufmerksam gemacht habe, sei, „dass die ganzen zusätzlichen Flächen einen immensen Arbeitsaufwand mit sich bringen und dass man diesem beim aktuellen Stand an Personal und Gerät offenbar nicht gerecht wird“.
Wenn man dieses Niveau der Grün- und Blumenpflege aufrecht erhalten wolle, dann müssten darauf Antworten gefunden werden, sagte Fritz. Dies solle in einem konstruktiven Dialog erfolgen. „Der städtische Bauhof und die Stadtgärtnerei leisten ebenfalls eine hervorragende Arbeit, doch sie kommen durch immer neue Aufgaben und immer mehr Baugebiete an ihre Grenzen, und wenn dies so allgemein erwünscht ist, dann muss auch ein entsprechender Ausgleich erfolgen“, sagte Fritz. mil

 

© Gmünder Tagespost 09.07.2015 22:03:09