Stadt bezuschusst Kletterhalle

Sebastian-FritzWenn die Gmünder Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) eine Kletterhalle am früheren Güterbahnhof baut, bekommt sie von der Stadt finanzielle Unterstützung. Das beschloss der Gemeinderat am Mittwoch.

WOLFGANG FISCHER

Schwäbisch Gmünd. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wird die Gmünder DAV-Sektion am Mittwoch, 15. Mai, entscheiden, ob sie um 1,65 Millionen Euro eine Kletterhalle im Bereich der künftigen Gmünder Jugendmeile baut. Bei ihrer Entscheidung können die Mitglieder sicher sein, dass die Stadt dieses Vorhaben mit 200 000 Euro fördern würde und sie zusätzlich 90 000 Euro bekämen, die die Landesgartenschau GmbH zum Bau einer Kletteranlage verwenden wollte. Bei einer Gegenstimme und drei enthaltungen stimmte der Gemeinderat zu.

Bürgermeister Dr. Joachim Bläse hatte nochmals unterstrichen, dass dieser Bau eine „einmalige Chance“ für Gmünd wäre. Die Kostenkalkulation liege auf der sicheren Seite, sagte der Sektions-Vorsitzende Martin Barth. Sie gehe von etwa 70 Besuchern pro Tag aus, man rechne aber mit mehr. Der Einzugsbereich soll vom Remstal bis Schwäbisch Hall und zum Hohenstaufen reichen.

CDU-Stadtrat Celestino Piazza sah ein „gutes Projekt für alle Seiten“. Der städtische Zuschuss entspreche dem bei vergleichbaren Vereinsprojekten. Wolfgang Greil (SPD) sprach von einem reizvollen Projekt. Allerdings bleibe abzuwarten, ob auch andere Vereine Zuschüsse aus Landesgartenschau-Mittel erhalten können. Die Grünen-Fraktion war „zerissen“, wie Elmar Hägele sagte. Den Pluspunkten stünden hohe Kosten gegenüber. Alexander Schenk stimmte dagegen. Auch Ullrich Dombrowski (FW/FDP) warnte, die Stadt könne ihre Förderung keinesfalls aufstocken. Allerdings ziehe die Kletterhalle Menschen nach Gmünd. Eine gute Ergänzung wäre ein Trimm-Dich-Pfad. Künftig solle die Sportförderung überdacht werden. Sebastian Fritz (Die Linke) begrüßte das Vorhaben als Magneten für die Stadt.

© Gmünder Tagespost 09.05.2013