Stärkeres Miteinander bei der Energiewende angemahnt

01. März 2012  Gemeinderat, Ortsvorstand

Ortsverband der Linken begrüßt die Konsequenz der Stadt Gmünd bei der Realisierung des Solarparks Mutlanger Heide

Der Ortsvorstand der Linken Schwäbisch Gmünd steht voll und ganz hinter dem geplanten Solarpark in Mutlangen und kritisiert die Position des Mutlanger Gemeinderates in dieser Frage deutlich.

DIE LINKE freut sich in einer Presseerklärung über den Konsens in der Bevölkerung diesen Solarpark auf der Mutlanger Heide entstehen zu lassen. Es ist das erste größere Projekt das in Gmünd beschlossen wurde und mit weiteren Maßnahmen sollte Gmünd schnellstmöglich zu 100 % Strom aus erneuerbaren Energien und Stromeinsparung gelangen. Allerdings ist sich der Ortsvorstand einig, dass dieser Strom lokal erzeugt werden soll um lange Leitungswege zu verhindern und sich nicht wieder in die Abhängigkeit von Großversorgern zu begeben. Daher gelte es die begrenzten Möglichkeiten der erneuerbaren Energien maximal auszuschöpfen und nicht sofort reflexartig Nein zu sagen. „Es ist schon bedauerlich, wie hier die Diskussion im Mutlanger Gemeinderat gelaufen sei,“ so der Vorsitzende Volker Wamsler. Bevor eine sachliche Diskussion geführt wurde, sei die Bevölkerung erst einmal Sturm gelaufen und der Gemeinderat hat sogar noch dagegen gestimmt. Natürlich müssen die Ängste und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen werden, aber aus Mutlanger Sicht mit dem Naturschutz zu argumentieren ist bei dem Flächenverbrauch der letzen Zeit absurd. Der Ortsvorstand wünscht sich zudem auch mehr Mut des Mutlanger Gemeinderates bei der eigenen Umsetzung der Energiewende. Viele der kleinen angrenzenden Kommunen sind da in der Diskussion schon viel weiter und planen schon eifrig an eigenen Bürgerwindrädern etc.

Sehr ärgerlich ist in dem Zusammenhang die jetzige Entscheidung der Bundesregierung. „Die Junge Union (JU) Schwäbisch Gmünd hat noch kürzlich von Zukunftsverweigerung bei der Auseinandersetzung mit dem Solarpark gesprochen, aber noch viel schlimmer ist die jetzige Entscheidung der Bundesregierung, die Förderung von Solarparks drastisch zu kürzen,“ so der Stadtrat der Linken Peter Müller. Die JU solle sich da in ihrer Kritik bedeckt halten, denn diese Entscheidung hat gravierende Auswirkungen auf diese Branche. Sie wird viele tausend Arbeitsplätze in Deutschland verschwinden lassen und damit den von ihnen angesprochenen Innovationsstandort ins Hintertreffen geraten lassen.

„Wir sind froh, dass die Gmünder Stadtverwaltung ihr Festhalten an dem Solarpark bereits bekundet hat und wünschen uns kein Gegeneinander sondern ein nachbarschaftliches Miteinander mit Mutlangen. Dies schließt für uns die Umsetzung der Energiewende genauso ein, wie die möglichen Gemeinsamkeiten bei weiteren Themen wie die Kleinkindbetreuung, der Bildung und so weiter,“ so der Stadtrat der Linken Sebastian Fritz.