Sind die Jugendlichen wirklich die Gewinner?

15. April 2011  Gemeinderat

Auf der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch stand auch das Thema „Eule“ und das Thema Jugendpark auf der Tagesordnung. Es waren beides separate Tagesordnungspunkte, doch die Verwaltung machte den Versuch an der Stelle wo es ihr passte beides miteinander zu verknüpfen und auch wieder nicht. Aber jetzt der Reihe nach. Das Projekt Eule ist ein Projekt das die Stadt Schwäbisch Gmünd zusammen mit diversen Firmen (ausschließlich Großunternehmen) aus dem Gmünder Raum in Kooperation durchführen möchte. Es können eine Reihe von Zuschüssen aus diversen Töpfen abgeschöpft werden und es hat zum Ziel die Kinder und Jugendlichen aus den Schulen im Umkreis (überwiegend Werkrealschulen) naturwissenschaftliche Phänomene und Technik näher zu bringen. Die Stadträte der Linken begrüßen dieses Ziel, fragen sich allerdings schon, warum es dafür ein solch teures Projekt braucht – denn dies wird in den Schulen nach Bildungsplan bereits gemacht!

Besonders aufgestoßen ist die Tatsache, dass der Stadtjugendring von der Stadtverwaltung vor langer Zeit gebeten wurde, ein Konzept für die Nutzung des Güterbahnhofsareals zu entwickeln. Dies hat wunschgemäß gemacht und im Sozialausschuss vorgestellt. Alle Stellungnahmen der Fraktionen begrüßten dieses Konzept außerordentlich und daher ist es unverständlich warum die Verwaltung nun Eule den Vorzug geben möchte und sich damit der Möglichkeit verschließt ein ganzheitliches Nutzungskonzept für das gesamte Areal am ehemaligen Güterbahnhof vorzuschlagen. „Spätestens nach der Landesgartenschau – wenn wieder etwas Ruhe eingekehrt ist – werden wir über den Einsatz von Streetworkern und KOD an dieser Stelle diskutieren“, so der Stadtrat Sebastian Fritz. Daher fordert DIE LINKE die Verwaltung auf, die Möglichkeit zu prüfen, ob nicht der Stadtjugendring auch unter das Dach des Güterbahnhofes (zusammen mit EULE) schlüpfen kann. Dies wird weiterhin auf der Agenda bleiben.