Sebaldplatz ist ab sofort eine Baustelle

Die Bäume in der kleinen Parkanlage beim Sebaldplatz haben am Mittwoch ein Holzkorsett verpasst bekommen. Zum Schutz, wie Stadtsprecherin Ute Meinke erklärt. Dadurch solle verhindert werden, dass die Bäume durch die anstehenden Bauarbeiten einen Schaden nehmen. „Wir werden mit den Bäumen sehr behutsam umgehen“, verspricht Meinke.

In den kommenden Wochen und voraussichtlich bis Ende des Jahres soll die kleine Grünfläche am Sebaldplatz schöner werden. Dies hat Gmünds Gemeinderat im Juli beschlossen. Ziel der Umgestaltung der Parkanlage ist es, das „Grüne Band“ vom Remspark über die Grabenallee nicht länger als Sackgasse am Waldstetter Tor enden zu lassen, sondern es über die Parkanlage zum Zeiselberg weiterzuführen. Der Übergang vom Graben zur Sebaldanlage und von dieser zum Zeiselberg wird dabei durch zwei Querungshilfen geschaffen.

Der kleine Park selbst wird als Oval gestaltet, umrahmt von einer Ligusterhecke – und nicht mehr wie bisher von einer Mauer. In der Mitte wird derweil eine offene Grünanlage mit Staudenflächen, Sitzmöglichkeiten und zwei Wasserspielelementen entstehen. Und speziell zur Remstal-Gartenschau 2019 zusätzliche Gärten: zum Beispiel die „Alhambra“, angelehnt an die Gärten der Alhambra im spanischen Granada mit ihren Wasserspielen.

Mit den ersten Arbeiten hat die Firma Beyer aus Zimmern nun begonnen. Während die Bäume die Holzkorsetts verpasst bekamen, entfernten Landschaftsgärtner erste Büsche und bauten die alten Sitzbänke ab. Die Kosten für die gesamte Umgestaltung liegen bei 410 000 Euro, 325 000 Euro sind der Anteil der Stadt.

Wir werden mit den Bäumen sehr behutsam umgehen.

Ute Meinke,
Rathaussprecherin

Neue Bäume werden gepflanzt

Anwohner und Naturschützer werden die Bauarbeiten aufmerksam verfolgen. Bereits Ende Juli unterstrichen Stadtrat Sebastian Fritz (Die Linke) und BUND-Regionalgeschäftsführer Andreas Mooslehner den Baumschutz während der Umgestaltung. Ein Thema, das auch Anwohner Walter Schmid beschäftigt: „Die Stadt muss die Bäume schonend behandeln, um so einen Fehler, wie er am Zeiselberg geschehen ist, zu vermeiden.“ Dort war aufgrund der Bauarbeiten das Wurzelwerk mehrerer Kastanien so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass sie gefällt werden mussten.

Auch in der Parkanlage müssen Bäume weichen – „zwei auf jeden Fall“, sagt Meinke. Bei einem dritten müsse zunächst noch geprüft werden, inwieweit sich der Abriss der Mauer auf das Wurzelwerk auswirke. Alle anderen Bäume bleiben derweil stehen, denn sie seien das „große Pfund der Sebaldanlage“, sagte Baubürgermeister Julius Mihm im Juli im Gemeinderat. Zudem werden fünf neue Ahornbäume gepflanzt, das hat die überfraktionelle Baumkommission der Stadtverwaltung so beschlossen.

© Gmünder Tagespost 17.10.2018 17:39