Remspark ist ab Samstag für Bürger offen

Sebastian FritzOberbürgermeister äußert sich an diesem Freitag zu Zäunen und Konzept – Stadträte bitten Bürger um Geduld

Die Mehrheit der Gmünder Ratsfraktionen stellt sich vor OB Richard Arnold, räumt der Stadt Zeit ein für einen ersten Rückbau der Gartenschau und bittet die Bürger um etwas Geduld. Dies ergab eine Umfrage der GT unter den Fraktionen. Die Stadt indessen kündigt an, dass der Remspark ab Samstag für die Bürger geöffnet ist.

michael Länge

Schwäbisch Gmünd. Der Vorsitzende der Fraktion FW / FDP, Ullrich Dombrowski, hatte am Mittwoch im Ausschuss kritisiert, dass Zugänge zum Remspark von der Leder- und der Bocksgasse aus, vom Stadtgarten-Parkhaus aus und am Torhäusle nicht offen sind. Dort gebe es keine Bauarbeiten, diese Tore sollten geöffnet werden, damit die Fußgänger kürzere Wege hätten, sagte Dombrowski. Dabei geht es ihm nicht darum, schnell ein Konzept für die Nachnutzung des Gartenschaugeländes auf den Tisch zu bekommen.
Um „etwas Geduld“ bittet der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Alfred Baumhauer, die Bürger. Dies aus zwei Gründen: Zum einen müsse die Stadt beim Rückbau der Gartenschau auf die Sicherheit der Bürger achten. Zum anderen verwies er darauf, dass die Stadt Geld sparen kann: „Wenn die Zäune auf bestimmten Flächen bleiben und dort drei bis vier Veranstaltungen im Jahr gemacht werden, könnte die Stadt erhebliche steuerliche Vorteile haben“, sagte Baumhauer. Dies werde zurzeit geprüft.
Man müsse den Verantworlichen der Stadt und der Gartenschau GmbH schon ein bisschen Zeit für einen ordnungsgemäßen Rückbau der Gartenschau geben, sagte auch Sigrid Heusel. Die Gartenschau sei nun gerade mal eineinhalb Wochen vorbei. Auch Heusel bat die Bürger um ein bisschen Geduld und verwies darauf, dass der Remspark am verkaufsoffenen Sonntag geöffnet war. „Dies war eine tolle Sache“, sagte Heusel.
Um den Himmelsstürmer und den Wasserspielplatz zu erhalten und vorVandalismus zu schützen, brauche es die Zäune, sagte Brigitte Abele, die jedoch nicht für die ganze Fraktion, sondern nur für sich sprach. Der Remspark werde geöffnet, wenn die Baumaßnahmen durch seien. Auch Abele bat die Bürger, Geduld zu haben.
Noch fehle ein Konzept „mit belastbaren Zahlen“, wie das Gartenschaugelände genutzt werden soll, sagte Karin Rauscher. Doch nach 166 Gartenschautagen müsse man der Verwaltung dafür schon etwas Zeit geben. Liege dieses Konzept als Ratsvorlage vor, müsse der Gemeinderat dies diskutieren. Angekündigt ist dieses Konzept für Ende November.
Diese Einschätzungen teilt die Linke-Fraktion nicht: „Wir sehen wie Ullrich Dombrowski, dass einzelne Gartenschauteile hätten geöffnet werden können“, sagte Sebastian Fritz. „In Wetzgau brodelt’s“, ergänzte er. Denn dass so viele Zäune bleiben, sei nie so kommuniziert worden. Auch bei der Rodelbahn ist Fritz misstrauisch: „Wir befürchten, dass diese jetzt vom Tisch ist, es aber für 2019 wieder anders aussieht.“
Ab Samstag ist der Remspark langfristig geöffnet, sagte am Donnerstag Stadtsprecher Markus Herrmann. Bei der Pressekonferenz der Stadt an diesem Freitag wolle der OB auch etwas zu den Zäunen sagen und zum Konzept, „so weit dies schon steht“.
© Gmünder Tagespost 24.10.2014 00:43:14