Rems-​Gartenschau und Eigenbetrieb „Gmünd erleben“: Verwaltungsausschuss gab grünes Licht

04. Dezember 2014  Gemeinderat, Presse, Redaktion, Sebastian Fritz

Sebastian FritzDer Verwaltungsausschuss signalisierte am Mittwoch Abend ebenso grünes Licht für den Beitritt der Stadt zur Rechtsform „Interkommunale Gartenschau GmbH (ikG–GmbH) wie zu einem neuen Eigenbetrieb „Gmünd erleben“, von dem sich Stadt und die künftigen Partner vieles versprechen.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt).
Bei beiden Themen wurde die Gartenschau 2014 bemüht. So wurde deutlich, dass gerade die Stadt Gmünd mit der „rundum positiven“ LGS–Bilanz sehr zuversichtlich in die Interkommunale Gartenschau Remstal 2019 gehe. Stadtrat Konrad Widmann fragte freilich, was geschehe, wenn Waiblingen wie angekündigt ausschere: „Das ist vom Tisch“, informierte Manfred Maile für die LGS; alle 16 Kommunen – selbst Korb – hätten sich nun bereiterklärt mitzumachen, nachdem die Kosten für die Geschäftsstelle um rund 150 000 Euro verringert wurden.
Prof. Dr. Kurt Weigand regte an Verbindungen zur Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn zu nutzen – auch im Blick auf die zu steigernden Übernachtungszahlen. Im Gegensatz zu Heilbronn habe das Remstal keine 45 Millionen zur Verfügung, meinte OB Arnold, dafür aber Gemeinschaft und vorhandene Strukturen.
„Wir wissen um die Chancen einer Gartenschau“, bestätigte Sigrid Heusel, „wir können die anderen nur auffordern, mitzugehen.“ 450 000 Euro seien gut eingesetztes Geld. Elmar Hägele erklärte, eine Gartenschau bringe eine Stadt voran wie sonst in hundert Jahren nicht möglich. Karin Rauscher freute sich aufs „Perlenband“. nur Sebastian Fritz meldete Zweifel an: Nach der LGS 2014 gebe es kritische Stimmen, die Angst, dass die Tourismus-​Welle weitergetragen werde. Bedenkenträger etwa aus dem Bereich Naturschutz müssten ernst genommen werden. OB Arnold zeigte sich verwundert; er habe klare Signale aus dem Bereich des Naturschutzes, der die zu erwartende ökologische Aufwertung der Rems, die Zugänglichkeit und den vielfachen Rückbau von Einbetonierungen begrüße.
Vor allem organisatorische Fragen gab’s zum angehenden Eigenbetrieb „Gmünd erleben“ (die RZ berichtete). Neben HGV und Fremdenverkehrsverein sollen in der „schlagkräftigen neuen Struktur“ Weleda und Schönblick, CCS, Obst– und Gartenbauverein, die Ehrenamtlichen und andere Partner mitarbeiten. Im Eigenbetriebsausschuss hat der Gemeinderat die Möglichkeit, mitzuentscheiden. „Wir müssen neu denken, nicht unter anderem Namen weitermachen“, so T&M-Chef Markus Herrmann. Auch hier nur eine kritische Stimme: Sebastian Fritz fragte, ob ein Eigenbetrieb gebraucht werde, der den Landschaftspark touristisch vermarkte, oder doch eher ein Park, der für die Bürger offen bleibe.