Relea-Linder kandidiert für den Landtag

27. Juli 2015  Ortsvorstand, Presse, Redaktion

Bildschirmfoto 2015-07-27 um 22.10.1422-Jähriger geht für die Linkspartei im Wahlkreis Gmünd an den Start – Riexinger stellt Wahlprogramm vor

Alexander Relea-Linder tritt als Kandidat für die Gmünder Linke bei den anstehenden Landtagswahlen im Frühjahr 2016 an. Gemeinsam mit dem Bundesvositzenden der Linken, Bernd Riexinger, startete er sogleich kämpferisch in den Wahlkampf.

Jan Sigel

Schwäbisch Gmünd. „Wir müssen mehr Demokratie wagen“, zitierte der 22-jährige gebürtige Gmünder eingangs den ehemaligen Bundeskanzler Willy Brand (SPD). Dies habe die grün-rote Landesregierung in den vergangenen vier Jahren nicht geschafft. Sie habe sogar „gänzlich versagt“, so Relea-Linder weiter. Sei es in Fragen des sozialen Wohnungsbaus, der Umwelt- oder der Flüchtlingspolitik. Daher müsse „es unser Ziel sein, Druck von links aufzubauen, um einen Politikwechsel im Land zu ermöglichen“, gibt sich der Gmünder Linkspartei-Kandidat kämpferisch.
Erst kurz zuvor wurde Relea-Linder in der a.l.s.o. (Arbeitslosen Selbsthilfe Organisation) in Gmünd bei der Nominierungsversammlung der Gmünder Linken gewählt – bei einer Enthaltung. Zum Ersatzkandidaten wurde Gemeinderatsmitglied Sebastian Fritz bestimmt.
Der erste Gratulant der beiden Gmünder Kandidaten war Bernd Riexinger, seines Zeichens Bundesvorsitzender und gleichzeitig Spitzenkandidat im baden-württembergischen Landtagswahlkampf der Linken. „Mit solch engagierten Leuten können wir ja nur gewinnen“, lobte der 59-Jährige, der in der Folge auf das Wahlprogramm der Partei einging.
Wichtigstes Ziel müsse sein, so der Spitzenkandidat, dass befristete Arbeit und Leiharbeit gestoppt werden. „Wir wollen gute Arbeitsverhältnisse schaffen, mit denen alle ihre Zukunft planen können. Alle müssen von ihrer Arbeit leben können“, sagte Riexinger. Dabei spiele auch die existenzsichernde Mindestsicherung ohne jegliche Sanktionen – anstatt Hartz IV – eine „wichtige Rolle“. Auch Wohnungen und Energie müssen für die Bevölkerung im Land bezahlbar bleiben, machte Riexinger deutlich.
Um den Menschen zusätzlich den „Dauerstress und die Existenzangst zu nehmen muss die Arbeit unter den Menschen umverteilt werden“, sagte der Spitzenkandidat. Gleichzeitig müsse das Land mehr Personal für Bildung, Pflege und Gesundheit bereitstellen. Nur so könne eine gute Daseinsvorsorge für Kinder, Kranke und Pflegebedürftige geschaffen werden. „Wir meinen: Das muss drin sein – gerade in einem reichen Land wie Baden-Württemberg“, sagte Riexinger und erntete dafür Applaus von den rund 30 Zuhörern.

© Gmünder Tagespost 27.07.2015 21:59:56