Räte wollen Perspektiven für Gmünd

Sebastian-FritzOberbürgermeister Richard Arnold soll Perspektiven für Gmünd nach der Landesgartenschau aufzeigen. Diese Erwartung haben alle Fraktionssprecher, wenn das Stadtoberhaupt am Mittwoch die Finanzen der Stadt für 2014 vorstellt.

 

MICHAEL LÄNGE

Schwäbisch Gmünd. CDU-Fraktionssprecher Alfred Baumhauer setzt darauf, dass der Strategieprozess „Gmünd 2020“ fortgesetzt wird und der Oberbürgermeister noch 2014 Perspektiven für die Zeit nach der Gartenschau aufzeigt. Baumhauer baut außerdem darauf, dass Gmünd ein toller Gastgeber für die Landesgartenschau wird und dabei alle Bürger mitgenommen werden.

„Ich erwarte Perspektiven für die Entwicklung unserer Stadt“, sagt SPD-Fraktionssprecherin Sigrid Heusel. Dazu gehört für sie, wie die Zukunftsfähigkeit der Stadt gewährleistet wird. Dabei stehen für Heusel eine „Konsolidierung des Haushaltes“ und der „Abbau der Schulden“ an vorderer Stelle. Zudem erwartet die SPD-Sprecherin Perspektiven, wie der Schwung aus der Tunneleröffnung und der Landesgartenschau so mitgenommen werden kann, dass Unternehmen am Ort gehalten und neue Unternahmen angesiedelt werden. Dazu gehöre die Frage, wie durch Zuwanderung Fachkräfte gewonnen werden.

Der OB soll Möglichkeiten aufzeigen, den Haushalt zu konsolidieren, sagt auch Brigitte Abele (B 90 / Grüne). Denn die Stadt müsse auch 2015 noch einen Handlungsspielraum haben. Dazu müssten die Schulden abgebaut werden. Die Grünen versprechen sich vom Strategieprozess „Gmünd 2020“ nicht viel. „Wir haben dies abgelehnt“, sagt Abele. Die Fraktion habe dafür nicht 75 000 Euro ausgeben wollen. In den bisherigen Sitzungen von „Gmünd 2020“ und Wirtschaftsbeirat habe sie viel über Lenkungen gelernt und eine Weinprobe genossen. „Ich weiß nicht, was dabei rauskommen soll“, sagt Abele. „Da muss Butter bei die Fische“, sagt sie. Denn die Stadt könne sich „nicht noch ein Labergremium ohne Konsequenzen leisten“.

„Dass der Oberbürgermeister Wege zum Abbau der Schulden aufzeigt und darlegt, wo Einsparungen möglich sind“, fordert der Sprecher der Fraktion Freie Wähler / FDP, Ullrich Dombrowski, im Hinblick auf „Gmünd 2020“. Viel Veränderung sieht Dombrowski auch bei der Schulpolitik. Er geht davon aus, dass dabei in Gmünd viele Räumlichkeiten frei werden. Für diese erwartet Dombrowski Ideen für eine Nachnutzung ohne finanzielle Mehrbelastung. Auch der FW /FDP-Sprecher wünscht sich Perspektiven für die Zeit nach der Gartenschau. Dabei sagt er im Hinblick auf entstehende Kosten für die Remstal-Gartenschau im Jahr 2019, dass man die Kosten dafür vor der Unterschrift für diese kleine Gartenschau hätte definieren sollen. Denn Dombrowski fragt nach dem Vorteil der Gartenschau 2019 für Schwäbisch Gmünd. Was ist machbar, was notwendig, was leistbar – Antworten auf diese Fragen will Karin Rauscher, Sprecherin der Fraktion Freie Wähler Frauen, vom OB. Auch sie fordert Perspektiven für die Zeit nach der Gartenschau. Auch bei klammen Kassen eine Stadt zu gestalten, die auch auf die Schwächsten schaut, ist schließlich Sebastian Fritz (Die Linke) ein Anliegen.

© Gmünder Tagespost 20.01.2014