Räte wollen „Gmünder Sommer“

Alle Fraktionen außer „Die Linke“ befürworten die Weiterentwicklung des Gartenschauareals

Der „Gmünder Sommer“ kann starten. Die große Mehrheit der Stadträte sagte am Mittwoch Ja zu den Plänen der Stadtverwaltung. Diese stellt von Mai bis Oktober ein üppiges Veranstaltungsprogramm insbesondere im Erdenreich, aber auch im Himmelsgarten auf die Beine. Die drei Linke-Stadträte enthielten sich.

michael länge

Schwäbisch Gmünd. Der „Gmünder Sommer“ startet bereits am Wochenende, 2./3. Mai. Auf dem Kornhausplatz werden sich Gmünder Schmuckschaffende präsentieren. Für den richtigen Auftakt aber braucht’s „ein konkretes Datum“, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold. Und meint damit einen Zeitpunkt, zu dem die Vorbereitungen abgeschlossen sein müssen. Dies ist der Sonntag, 10. Mai. Bis dahin wird die Remsbühne im Stadtgarten wieder stehen, sagte der OB. Sand und die Strandkörbe werden dann wieder an den Remsstrand einladen, die Wasserfontäne soll wieder in Schuss sein, und Arnold hofft, dass der Jugendpark auf der Jugendmeile hinter der Eule in Betrieb genommen werden kann. An diesem ersten „Sommer“-Tag wird es im Stadtgarten unter Leitung von Musikschulleiter Friedemann Gramm viel Musik geben: Bläser musizieren am Rokokoschlössle, der Musikverein Bettringen mit Magnus Barthle wird dabei sein und mehrere Schulchöre. In der Johanniskirche gibt es um 18 Uhr eine Andacht, es gibt, weil der 10. Mai Muttertag ist, ein Muttertagskonzert, und eine Dixieband spielt auf. Der Stadtgarten lädt zum Kinderprogramm, das Weinfass wird repariert sein, in der Villa neben dem Rokokoschlössle wird der Gmünder Souvenirladen eröffnen und sein mit Gmünder Einzelhändlern zusammengestelltes Sortiment präsentieren. Die Wissenwerkstatt „Eule“ hinter dem Bahnhof lädt zum Tag der offenen Tür, und der OB setzt darauf, dass sich auch die Mieter der Gamundia-Bauten, Hochschule für Gestaltung oder Barmer GEK, an diesem Tag einbringen. Der Fünfknopfturm wird öffnen, dort präsentiert sich den Sommer über der Verein Staufersaga. Am Fuß des Turms soll es Container geben, in denen Besucher die Reichsinsignien sehen können. Die Gärten der Partnerstädte werden offen sein wie auch das Häusle der Heimatvertriebenen an der Waldstetter Brücke. Und auf dem Zeiselberg gibt’s wieder den Biergarten, der den Blick zum Salvator öffnet, wo die Salvatorfreunde erstmals ihre Klause bewirten.
Programm gibt’s an diesem Eröffnungssonntag auch im Himmelsgarten: Weleda lädt zum Frühjahrsmarkt, und der Himmelsstürmer kann erklommen werden. Im Himmelsgarten wird, sagte Gartenschau-Geschäftsführer Karl-Eugen Ebertshäuser, der Blumenwirbel wieder gepflanzt. Etwa 250 Parkplätze sollen dort entstehen, für die Spielgolfanlage sei ein Bauantrag eingereicht. Die Stadt habe von der Bürgerinitiative die Idee aufgenommen, die Zäune zu bepflanzen. Die Auseinandersetzung mit der Bügerinitiative hat gut getan, sagte dazu Arnold. Beide Teile verbindet, wie gehabt, die Himmelsleiter, die mit einem Rundweg entlang des Naturatums aufwartet, nachdem Kugelbahn und Entdeckersteg nach dem 11. April öffnen.
Dieser zweite Sonntag im Mai ist Auftakt des „Gmünder Sommers“. Von da an geht’s Schlag auf Schlag, sagen Markus Herrmann und Hans-Peter Spitznagel von der Touristik & Marketing GmbH. Sie zählen auf: Am 30. Mai gibt’s die „Leidenschaft Motorrad“ in der Innenstadt, im Juni das Stadt- und die Altersgenossenfeste, zum zweiten Mal den Internationalen Footvolley-Cup mit Teilnehmern aus Brasilien und Israel, die zweite Barockwoche, die Gmünder ART, die 16. Gmünder Schmucktage, Pop & Poesie von SWR 1, im Juli einen Markt der Partnerstädte in der Ledergasse, das Kirchenmusikfestival, das Tagespost-Openair mit „Unheilig“ am Freitag, 26. Juni, eine Partynacht im Stadtgarten, ein weiteres Lichterfest, Openair-Kino im September, viel Musik für junge und alte Zuhörer auf der Remsbühne und der erneuerten Seebühne. Ein zweites Mal laden die Gmünder zum Markt „Garten, Gold & Gsälz“, bevor der Sommer mit dem Schattentheaterfestival im Oktober zur Neige geht. Viel Programm also, das auch finanziert sein will: 500 000 Euro stehen dafür im Haushalt 2015.

Putzaktionen am Samstag, 28. März, und Samstag, 11. April

Mit Putzaktionen am Samstag, 28. März, und Samstag, 11. April, macht Gmünd das Gartenschauareal fit für den „Gmünder Sommer“ 2015. Am kommenden Samstag beginnen die Arbeiten um 9 Uhr im Erdenreich. Etwa 80 Personen haben sich bislang gemeldet, sagt Carmen Bäuml von der Touristik & Marketing GmbH. Sie beseitigen vor allem Müll und putzen. Wer Zeit und Lust hat, mitzuhelfen, kommt um 9 Uhr ins Erdenreich. Um 12.30 Uhr gibt’s ein Vesper. Eine zweite Putzete gibt’s am Samstag, 11. April, auf der Himmelsleiter und im Himmelsgarten.

© Gmünder Tagespost 25.03.2015 22:27:08