Räte begrüßen einen Gratis-Donnerstag

Schwäbisch Gmünd. Das Museum im Prediger hat heute viel mehr zu bieten als vor zehn Jahren, deshalb ist nach Worten des neuen Museumsleiters Dr. Max Tillmann eine leichte Anhebung der Eintrittsgelder gerechtfertigt.

So werden für die Dauerausstellung im zweiten und dritten Obergeschoss nun drei Euro (bisher zwei Euro) fällig. Dort erhalten Besucher Einblicke von der Steinzeit bis zu Gegenwart. Auch Römer und Mittelalter sind dokumentiert. Die Kunst des 20. Jahrhunderts ist unter anderem mit Werken der bekannten Gmünder Künstler dieser Zeit vertreten. In der Wechselausstellung – Dr. Max Tillmann machte im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats Laune auf die Einhorn-Ausstellung, die am 31. Mai eröffnet wird – steigt der Eintrittspreis von 4,50 auf 5 Euro. Der neue Museumsleiter möchte Menschen in den Prediger holen, die bis jetzt noch keinen Zugang zu Kunst und Kultur gefunden haben. Ein Schritt dazu ist der freie Eintritt am Donnerstag, dann gilt auch die verlängerte Öffnungszeit bis 19 Uhr. Ein Jahr lang soll beobachtet werden, ob mehr Besucher kommen.

„Und wir setzen jetzt verstärkt auf digitale Vermittlungsangebote“, so Dr. Max Tillmann. Er berichtet von einem „erfreulichen Zuspruch für den neuen Instagram-Account des Museums“. Innerhalb weniger Wochen habe man 1500 Abonnenten gewonnen und erhalte jede Menge Rückmeldungen der Nutzer.

Vor allem bei jüngeren Leuten soll so die Lust auf Museum geweckt werden. „Das macht Laune, zuzuhören“, so äußert sich CDU-Fraktionschef Alfred Baumhauer. Bei sol vielen Angeboten sei eine maßvolle Erhöhung der Eintrittspreise gerechtfertigt, zumal die letzte Erhöhung 2007 war. Gertraude von Streit (Grüne) begrüßt die Idee des kostenlosen Eintritts am Donnerstag und Alessandro Lieb (SPD) gibt zu bedenken, ob nicht auch auf die Pauschale von 20 Euro für Kinderführungen verzichtet werden könnte. Sebastian Fritz, Fraktionschef der Linken, möchte Menschen mit einer Bonuskarte – sie haben damit Zugang zum Tafelladen – freien Eintritt ins Museum gewähren. Zustimmung kommt auch von Karin Rauscher (FW Frauen) und Brigitte Abele (Bürgerliste).

© Gmünder Tagespost 21.05.2020 21:46