Prioritäten für die Gmünder Oststadt

Seit dem Neustart im September 2012 fand im Januar die zweite Sitzung im Stadtteilforum der Oststadt statt. Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, leitete die Versammlung und konnte über 25 Bürgervertreter/​innen begrüßen.

Es wurden verschiedene Projekte und Berichte vorgestellt, die das Stadtteilleben bereichern und durch verschiedene Aktivitäten und Initiativen die Stadtteilarbeit weiter ausbaut.

Bogumila Kucharcewska erzählte, dass sich seit acht Jahren regelmäßig die interreligiöse Gruppe im FamOs trifft, daraus entwickelte sich die Projektgruppe Glaubenswege. Dieser Gruppe ist es zu verdanken, dass der früheren Kindergarten St. Christopherus bis heute auch als kleiner Bewohnertreff genutzt werden kann. Gemeinschaftsprojekte mit der katholischen Kirchengemeinde St. Franziskus werden angestoßen. Das nächste gemeinsame Aktion ist das geplante Sommerfest, am Sonntag, 30. Juni, in bewährter Zusammenarbeit mit dem Portugiesischen Zentrum und dem Jugendtreff Ost.

Ein dickes Lob aus dem Gremium erhielten die beiden Hauptamtlichen des Jugendtreffs Ost, Ruth Reinhard-​Grimminger und Gasmed Boci, für ihre Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen aus dem Mühlweg und der Werrenwiesenstraße. Die Überraschung des Abends war, dass die sehnlichst erwünschte Erweiterung des Raumangebotes bereits ganz konkrete Formen annimmt.

Sebastian Fritz, der für Fraktion der Linken im Stadtteilforum mitarbeitet, hat diesbezüglich einige Recherchen angestellt. Von einer Containerlösung wurde mittlerweile Abstand genommen, dafür aber die Sponsorensuche für einen Anbau in Leichtbauweise aufgenommen. Wenn die Planung und Handwerkerleistungen von ehrenamtlichen Händen geleistet werde, so die Einschätzung von Fritz, müsste das Vorhaben auch von der Stadt zu schultern sein. Architekt Karl Miller, ebenfalls Stadtrat, habe schon seine Bereitschaft signalisiert, sich bürgerschaftlich einzubringen. Eine kleine Arbeitsgruppe werde eine rasche Umsetzung der Erweiterung vorantreiben.

Die Oststadt verändert sich permanent und ist enorm vielfältig. Diese Veränderungen sollten sich auch in einem markanten Stadtteil-​Logo widerspiegeln, formulierte Matthias Zahn seine Grundgedanken zu den ersten Entwürfen eines neuen Stadtteil-​Logos. Die bunte Mischung des Stadtteils gelte es positiv aufzugreifen. Gefallen hat dem Gremium das Motto „Gelebte Vielfalt“, das in der Logo-​Entwicklung nun seinen Niederschlag bekommen soll. Im Dezember letzten Jahres wurde eine stadtteilübergreifende Gesprächsinitiative durch Bürgermeister Bläse mit Bürgervertretern aus der West– und Oststadt sowie Reinhard Nessel, Sprecher des Arbeitskreises einberufen, zum Thema „Verkehrsentwicklung der Oststadt“. Die stark befahrene Achse im Bereich: Eutighofer Straße — Goethestraße — Königsturmstraße — Buchstraße wurde unter die Lupe genommen. Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens wurde über Tonnagebeschränkungen, Nachtfahrverbote für Lkw bis hin zu Geschwindigkeitsbeschränkungen sowie über Lärmschutz für mehr Lebensqualität diskutiert. Am Montag, 4. März, 17 Uhr, findet eine Bürger-​Informationsveranstaltung mit Baubürgermeister Julius Mihm im Stadtteilzentrum statt. Es handelt sich um städtebauliche Veränderungen im Stadtteil, unter anderem um die Zukunft des TSB-​Sportplatzes und die weitere Entwicklung des Fachmarktzentrums. Eine weitere Aktion steht am Samstag, 16. März an: die Stadtteilputzete. Die Rauchbeinschule, Mozartschule und selbst die Jugendfeuerwehr Hussenhofen haben bereits ihre Zusage mitgeteilt, so Jörg Herzer und Stadtteilkoordinator Bernhard Bormann. Thomas Schäfer, Kontaktlehrer zum Landesbegabten-​Gymnasium wird ebenfalls dafür werben, dass auch seine Schüler sich an der Reinigungsaktion beteiligen. Willi Wendel war im Sommer und Herbst mit einigen Helfern, unter anderem mit der Umwelt-​AG der Rauchbeinschule, im Einsatz, um die Grünflächen entlang der östlichen Buchstraße mit Wildblumen einzusäen. Blühende Straßenränder konnte man schon im Herbst bestaunen. Bis zur Landesgartenschau 2014 soll es in der Oststadt noch mehr blühende Ecken geben.

Ein großes Stadtteilfest wird am Sonntag, 16. Juni, im Unipark stattfinden.

Rems Zeitung, Freitag, 08.02.2013