Parkkonzept soll Innenstadt entlasten

26. September 2019  Gemeinderat, Presse, Redaktion

Schwäbisch Gmünd. Der Parksuchverkehr in der Stadt soll reduziert werden. Die Stadtverwaltung will Besucher der Innenstadt in die Parkhäuser locken und gleichzeitig den Öffentlichen Nahverkehr verbessern. Das betonte Oberbürgermeister Richard Arnold am Mittwochabend im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats.

Gleichzeitig übte er Kritik am Verhalten des Parkhausbetreibers Apcoa. Mit dem Unternehmen habe man sich erst im April auf einen gemeinsamen Maßnahmenkatalog verständigt. Mit der Einführung der neuen Tarife sei Apcoa „vom miteinander ausgearbeiteten Commitment abgerückt, ohne vorab das Gespräch mit der Stadtverwaltung zu suchen.“ Mit einem Acht-Punkte-Plan reagiert die Stadtverwaltung auf die aktuelle Situation.

Drei Parkhäuser sind in städtischem Eigentum. Dort soll zur Steigerung der Attraktivität eine differenziertere Taktung kommen. Die ersten 30 Minuten wären demnach frei, anschließendsoll es 50 Cent pro 30 Minuten kosten. Das Parkhaus Stadtgarten wird vom Eigenbetrieb Congress-Centrum Stadtgarten selbst betrieben. Beim Fehrle-Parkhaus und Parkhaus Remsdeck ist der Betrieb verpachtet. Die Stadt prüft jetzt die Verträge mit dem Betreiber.

Die anderen Parkhäuser interessieren die Stadt. Sie will Informationen einholen, wie lange die Verträge der Eigentümer von City-Center, Parler-Markt und Remsgalerie mit ihrem derzeitigen Betreiber laufen.

Eine Verkehrsuntersuchung will die Stadt in Auftrag geben. Sie soll fundierte Grundlagen für zukünftige Diskussionen und Entscheidungen bei Mobilitätsthemen liefern. Die Daten könnten im Bereich Flächennutzungsplan, Lärmaktionsplanung, City-Logistik, Radverkehr, Fußwege, ÖPNV, wichtige Entscheidungshilfen geben. Ein Beschluss dazu soll schon in der Gemeinderatssitzung Anfang Oktober gefasst werden.

Weitere Fahrradstellplätze sollen in der Innenstadt geschaffen werden.

Der ÖPNV soll Kunden mit attraktiveren und einfacheren Angeboten erreichen. Ein kreisweiter Vollverbund könne ein wichtiger Schritt sein. Ebenso wird die Möglichkeit einer Teilintegration in den VVS geprüft.

Mobilitätspunkte sollen im Stadtgebiet geschaffen werden. Sie müssten über den ÖPNV erreichbar sein.

Der „Naturstromer“ fährt auch künftig als touristische Attraktion von 1. April bis 30. Oktober immer samstags vom Nepperbergparkplatz und Schießtalplatz in die Innenstadt.

Flächen an Stadteingängen sollen Autofahrer dazu bewegen, die Innenstadt erst gar nicht anzusteuern. Im Blick sind hier etwa der Nepperbergparkplatz und die Schotterfläche Lorcher Straße.

Diese Vorschläge will die Verwaltung in der nächsten Sitzung mit den Räten diskutieren.

© Gmünder Tagespost 25.09.2019 21:51