Ortsverband der Linken für kommunales Bad

10. November 2017  Gemeinderat, Ortsvorstand, Presse, Redaktion

Bei der gestrigen Vorstandssitzung des Ortsverbandes ging es um verschiedene Themen. Eines davon war die Frage nach der Zukunft der Gmünder Bäderlandschaft. Der Ortsvorstand sieht die Notwendigkeit nach mehr Wasserfläche und hält auch die vom Gmünder Schwimmverein geforderte 50 Meter Bahn für nachvollziehbar. Allerdings nur mit der Funktion eines Hubbodens, sodass allen Besuchern freigestellt bleibt, ob sie 50 Meter, 25 Meter oder sich gar im Nichtschwimmerbereich für Schwimmkurse oder andere Kurse aufhalten möchten. Ein großes Problem sehen die Vorstandsmitglieder in der Absicht, alle weiteren Angebote in die Hand eines Investors zu geben. Für alle Badegäste die nicht mit der Absicht zu schwimmen in ein solches Bad gehen, bliebe nur der Bereich, der Preise wie z.B. im Wonnemar in Sonthofen bedeute. Ein Blick auf dessen Preisgefüge zeige, dass eine Familien Tageskarte für das Spass- und Sportbad 52,50 Euro koste. „Da kommen viele Familien, aber auch Senioren und Geringverdiener an eine Grenze, die es ihnen nicht möglich mache, das Bad zu besuchen“, so Joachim Denke vom Vorstand. Aber auch der 2-Stunden Eintritt in die Saunalandschaft sei mit 17,50 Euro für Erwachsene ein hoher Preis. Als weiteres Problem erachten die Vorstandsmitglieder die von der Verwaltung forcierte Umsetzung mit einem Investor. „Uns ist die Schuldensituation der Stadt sehr wohl bekannt, aber gerade dann dürfe es kein ÖPP-Abenteuer wie angedacht geben. Auch wenn OB Arnold bisher immer beteuert hat, es sei kein ÖPP, bis jetzt deute alles darauf hin“, so Saskia Jürgens weiter. Der Ortsvorstand kritisiert auch das Vorgehen der Verwaltung. „Die Verwaltung hat lange den Eindruck erweckt, als sei es ein offener Prozess, aber allein schon die Tatsache, dass sie lediglich die europaweite Ausschreibung im November vom Gemeinderat beschließen lassen möchte und dabei noch nicht einmal geprüft hat, ob ein risikofreies kommunales Bad nicht doch machbar wäre, zeigt doch, dass es von Anfang an auf diese Lösung hinauslaufen sollte“, so Christian Zeeb. Daher unterstützte der Vorstand den Antrag der Grünen und Linken im Gmünder Gemeinderat, diese Variante auf ihre Machbarkeit hin zu überprüfen. Die beiden Sprecher Alexander Relea-Linder und Cynthia Schneider brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass sich die Bevölkerung in der Mehrheit, bei einem Bürger- oder Ratsbegehren für ein solch kommunales Bad ausspreche.