Nominierung der offenen Linken-Liste

23. Februar 2019  Gemeinderat, Presse, Redaktion

SCHWÄBISCH GMÜND. Am gestrigen Abend nominierte der Ortsverband der Linken seine offene Liste zur Kommunalwahl im voll besetzten „Bunten Hund“ im Buhlgässle.
Der Fraktionsvorsitzende Sebastian Fritz freute sich, dass es gelungen war, eine volle Liste mit Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Stadtteilen gewinnen zu können. Auch beim Frauenanteil sei es fast gelungen, die Hälfte mit Bürgerinnen zu besetzen.
Im weiteren Verlauf der Nominierung stellte Sebastian Fritz die Wahlkampfinhalte vor. Klarer Schwerpunkt sei die Forderung nach mehr bezahlbarem Wohnraum. „Für Teile der Bevölkerung wird es immer schwieriger eine Wohnung zu einem bezahlbaren Preis zu finden. Die vielen Neubauten treiben die Preise in die Höhe und es fehlt einfach insgesamt an Wohnungen“, so Fritz. Dringenden Bedarf sehen die Linken aber auch beim Thema Mobilität. So benötige es in Schwäbisch Gmünd endlich ein durchgängiges Radwegenetz für Alltagsradler nach Sicht der Linken. Aber auch der Umweltverbund mit ÖPNV und Fußgänger müsse mehr in den Mittelpunkt gerückt werden, um es denen zu ermöglichen, die nicht auf das Auto angewiesen sind, in die Innenstadt zu kommen. Neben einem klaren Bekenntnis für ein kommunales Kombibad im Schießtal, setzen sich die Linken für ein Sozialticket im ÖPNV und einer Ausweitung der nach Einkommen gestaffelten Gebührenordnung für Kindertagesplätze ein.
Peter Yay Müller, Mitglied des Ortsvorstandes, ging auf einen weiteren Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit im Gemeinderat ein. „Unter dem Motto „Die Linke Schwäbisch Gmünd … und die Stadt gehört euch“ treten wir dafür ein, dass Bürgerbeteiligung im Verbund mit einer respektvollen Interessens- und Argumentationsabwägung ins Zentrum von Entscheidungen rückt“, so Yay Müller.
„Dynamik und Ideensprudel dürfen nicht zu Lasten von demokratischen Prozessen führen. Wir brauchen eine ergebnisoffene Gestaltung von Beteiligung. Der schnellste Weg ist nicht immer der beste, schönste und für die Stadtentwicklung nicht immer am nachhaltigsten. Unsere zukünftige Fraktion will daher ihren Beitrag dafür leisten, dass zukünftige Entscheidungen transparenter und mit Einfluss für die Bürgerschaft gestaltet werden“, so Yay Müller weiter.
Die Nominierung der Liste ging dann ohne größere Aussprache durch und die Entscheidung fiel einstimmig aus.
Kandidaten für Gmünd: Sebastian Fritz, Cynthia Schneider, Alexander Re- lea Linder, Andrea Pitschmann, Andreas Dionyssiotis, Sina Fischer, Dirk Albrecht, Ilse Beck, Kurt Wahl, Sandra Reister, Thomas Wanner, Rabea Krumm, Volker Wamsler, Martina Rosenberger, Thomas Schäfer, Ursel Schneider, Martin Lenn- artz.
Für Bettringen: Frank Balint, Rudolf Lachenmaier, Rainer Hiller, Ariane Arnold, Florian Krämer, David Bozart, Patrick Caiafa; für Großdeinbach: Günther Fritz, Sabrina Huter, Georg Schäfer; für Straßdorf: Jutta Wedel, Stefan Seiler, Pia Machau; für Herlikofen: Prof. Dr. theol. habil. Andreas Benk, Joachim Denke; für Bargau: Lukas Waldenmaier, Daniel Alka; für Lindach: Peter Yay Müller, Mine Yay; für Hussenhofen: Holger Glaser, Heike Badawyia; für Zimmern: Theresia Butz; für Weiler: Ute Pilbauer; für Degenfeld: Till Arndt; für Rechberg: Mathias Kössler.

Rems Zeitung, 23.02.2019