Mut ist gefragt

17. April 2009  Sebastian Fritz

Der Ortsvorstand der Partei Die Linke Schwäbisch Gmünd fordert eine schnelle Umsetzung der Ergebnisse des Jugendplanes. Der Gemeinderat muss in diesem Bereich nicht Geld einsparen, sondern zusätzliches in die Hand nehmen.

Schwäbisch Gmünd – In der vergangenen Woche traf sich der Ortsvorstand der Partei Die Linke um über die Ergebnisse des kommunalen Jugendplanes zu diskutieren. Schnell waren sich die anwesenden Vorstandsmitglieder und interessierte Gäste einig: Der kommunale Jugendplan spricht die Defizite an und nennt deren Lösungen.

Die Jugend in Schwäbisch Gmünd verfolgt vielfältige Interessen und braucht daher auch verschiedene Angebote. Die Politik sollte aber nicht den gleichen Fehler wie so oft in der Vergangenheit machen, dass sie sich anmaßt, zu wissen was für die Kinder und Jugendlichen dieser Stadt richtig und gut ist.

Daher fordert Die Linke mehr Mitbestimmung für die Kinder und Jugendlichen der Stadt. Bisher gab es den Jugendgemeinderat, der seine Aufgabe auch engagiert verfolgt hat. „Wir bedauern aber, dass es bei der Themenauswahl und der Gewichtung der Mitbestimmung sehr dürftig aussieht, so Kandidatin für den Gemeinderat Cynthia Schneider.

Darüber hinaus sollte den engagierten Kindern und Jugendlichen die nicht im Jugendgemeinderat sitzen eine Möglichkeit eingeräumt werden ebenfalls an den Diskussionen teil zu nehmen. „Die Linke fordert unter dem Stichwort mehr Demokratie wagen Kinder und Jugendforen die von unabhängigen Vereinen, z.B. dem Stadtjugendring, regelmäßig geleitet werden“, so der Kandidat für den Gemeinderat Sebastian Fritz. Da der Stadtjugendring immer mehr Aufgaben zu bewältigen hat, sollte dieser mit einer hauptamtlichen Vollzeitstelle bedacht werden.

„Das Jugendhaus ist schon lange nicht mehr Anlaufstelle für alle Gmünder Jugendliche und daher plädiere ich für eine Neukonzeption die diesen Namen auch verdient“, so das Mitglied des Ortsvorstandes und Kandidat für den Gemeinderat Peter Müller.

Neben dem Jugendhaus als Zentrum für die Stadt sollten auch die Stadtteile nicht zu kurz kommen. Hierbei fand der Vorschlag von Professor Strunk anklang, die Stadt in sogenannte Sozialräume einzuteilen. Die Linke unterstützt die Forderung nach der Einrichtung der Gremien in diesen Sozialräumen, um dort vor Ort bestimmen zu können, was benötigt wird.

„Es ist doch oft so, dass in Gmünd etwas entschieden wird, das aber in Straßdorf gar nicht benötigt wird“, so Kandidat für den Gemeinderat Thomas Wanner.

Einig war man sich in der Frage, dass die Umsetzung des kommunalen Jugendplanes nicht nur eine Frage des Geldes ist, sondern vor allen Dingen eine Frage des Wollens.

Daher fordert Die Linke den Gemeinderat auf, die Ergebnisse nicht durch lange Diskussionen zu verwässern, sondern klare Akzente in diesem wichtigen Bereich setzen.