Millionen für Zukunft der Mozartschule

Jetzt passen die Pläne für die Erweiterung und die Generalsanierung der Mozartschule in Hussenhofen. Da sind sich die Stadträte des Bau- und Umweltausschusses am Mittwochabend einig.

Sabine Rieger vom Amt für Gebäudewirtschaft stellt in der Sitzung die überarbeiteten Planungen vor: Für die Erweiterung der Mozartschule ist zum einen eine Aufstockung im nördlichen Teil des Betonbaus vorgesehen. Dort entstehen zwei Klassenzimmer und ein Lehrerzimmer. Zum anderen ist zwischen dem Betongebäude und dem Grundschul-Altbau ein Anbau mit zwei Geschossen geplant. Im Erdgeschoss soll die Mensa unterkommen, im ersten Stock sollen Gruppenräume, die Bibliothek und die Schulsozialarbeit Platz finden. Vom ersten Stock soll eine Brücke in den Grundschul-Altbau führen. Weil im Betonbau ein Aufzug geplant ist, werden somit beide Gebäude barrierefrei sein, erklärt Sabine Rieger.

7,8 Millionen Euro investieren

Die Schülerzahl an der Mozartschule ist stabil, sagt Klaus Arnholdt, Leiter des Amts für Bildung und Sport, im Vorfeld der Sitzung: Aktuell besuchen 414 Schülerinnen und Schüler die Mozartschule – 172 von ihnen die Grundschule, 242 die Gemeinschaftsschule. Rund 350 der Schülerinnen und Schüler nutzen die Ganztagesbetreuung, die fürs Konzept Gemeinschaftsschule vorgeschrieben ist. Momentan brauche es bis zu 310 Essen am Tag. Aktuell ist die Essensausgabe im Foyer der Sporthalle. Die Schüler müssen in drei Schichten essen, damit alle Platz finden, sagt Klaus Arnholdt: „Die konstanten Zahlen machen den Bau einer Mensa mit entsprechendem Aufenthaltsraum zum Essen unabdingbar.“

Rund 3,4 Millionen Euro Kosten sind für die Erweiterung veranschlagt. Die Stadtverwaltung rechnet mit gut 600 000 Euro Fördermittel vom Land und daher mit einem Eigenanteil von knapp 2,8 Millionen Euro. Im Haushalt 2019 sind die Maßnahmen eingeplant.

Die Bauarbeiten für die Erweiterung der Mozartschule sollen nach der Ausschreibung im Frühjahr möglichst bald starten, sagt Sabine Rieger. Vieles werde in den Sommerferien laufen. Im Sommer 2021 sollen die Erweiterungsarbeiten fertig sein. Danach ist die Generalsanierung des Betonbaus und des Altbaus geplant. Für diese sind insgesamt 4,4 Millionen Euro veranschlagt. Abzüglich der Landeszuschüsse plant die Stadtverwaltung mit einem Eigenanteil von gut 3 Millionen Euro.

Viel Lob für die Anbaupläne

Stadträte aller Fraktionen signalisieren am Mittwoch Zustimmung zu den Plänen, die der Gemeinderat kommende Woche beschließen soll. Thomas Kaiser, CDU-Stadtrat und früherer Ortsvorsteher von Hussenhofen, nennt die Pläne „gut und zukunftsträchtig“. Die Schule entwickle sich optimal. Dass die Mensa so gut angenommen werde, sei den Eltern zu verdanken, die dort kochen. Über einen Mensaverein soll dies auch in der neuen Schulküche gewährleistet sein, wie Klaus Arnholdt erklärt. Bürgerliste-Stadtrat Ullrich Dombrowski zollt „der Leistung der Eltern Respekt“. Er wie auch FWF-Stadträtin Dr. Constance Schwarzkopf-Streit nennen die Entwicklung der Schule „sehr erfreulich“. SPD-Stadtrat Johannes Zengerle hält es für „richtig und gut“, in die Ganztagesbetreuung zu investieren. FDP/FW-Stadtrat Dr. Peter Vatheuer bezeichnet die 7,8 Millionen Euro als „gute Investition“. Grünen-Stadtrat Karl Miller lobt, dass der Anbau mit Holz verkleidet werden soll. Linke-Stadtrat Professor Dr. Andreas Benk betont, wie dringend die Sanierung des Altbaus ist, die „möglichst schnell“ kommen müsse.

© Gmünder Tagespost 13.11.2019 22:29