Messstandort überdenken

04. März 2018  Ortsvorstand, Presse, Redaktion

Der Ortsverband der Linken hält die Messstelle von Feinstaub an der Remsstraße für nicht mehr ausreichend. Weitere Messstellen sollen nach dem Willen der Linken eingerichtet werden.
Schwäbisch Gmünd. Es ist nachvollziehbar dass auf der Remsstraße seit der Tunneleröffnung die gemessenen Werte für Feinstaub zurück gehen. Allerdings liegt der Wert mit 40 Mikrogramm pro Kubikmeter exakt auf dem zulässigen und angesichts einer jährlich steigenden Zahl an angemeldeter PKW`s im Ostalbkreis und dem Vorhaben der Stadtspitze 10000 Einwohner gewinnen zu wollen, ist dies kein Grund zum zurücklehnen. Nach Sicht des Ortsverbandes der Linken ist die Verkehrsbelastung in der Buch-, Königsturm-, und Klösterlestraße ebenfalls sehr hoch und daher sollte die Stadtverwaltung auf dieser Achse ebenfalls Messstellen einrichten. „Wir begrüßen die privat errichteten Messstellen von Bürgerinnen und Bürger in Zusammenarbeit mit dem BUND, möchten aber die Verwaltung bitten, vor allen Dingen an den angesprochenen Hauptverkehrsachsen selber aktiv zu werden“, so der Ortsverbandsvorsitzende Alexander Relea-Linder. Es könne nicht sein, dass die Bürger und insbesondere die Anwohner mit diesem Problem allein gelassen werden. Auch die B298 – Mutlanger Berg – müsse aus Sicht des Ortsverbandes dringend überwacht werden. „Das scheint uns ein besonders wichtiger Abschnitt zu sein, da neben dem hohen Verkehrsaufkommen, auch die dort ansässige Gießerei zur Feinstaubproblematik in erheblichem Maße beiträgt“, so das Vorstandsmitglied Joachim Denke. Ferner erwarten die Mitglieder mehr Aktivitäten von der Stadtverwaltung, in Sachen Ausbau von Radwegen für Alltagsradler. „Wir müssen endlich die notwendige Infrastruktur für die Alltagsradler schaffen, um vor allen Dingen kurze innerstädtische Strecken sicher und staufrei erreichen zu können“, so das Ortsvorstandsmitglied und Stadträtin Cynthia Schneider weiter. Das geplante Bauvorhaben auf dem Lido Areal, wo 117 Wohneinheiten mit 36 Stellplätzen und 72 Fahrradstellplätze erstellt werden solle, werde von den Linken im Grundsatz begrüßt, aber wenn die Verwaltung auf solche Wohnangebote setze, müsse unbedingt auch die dafür benötigte Radinfrastruktur geschaffen werden. Im übrigen erwarten die Mitglieder auch deutlich mehr Impulse des Landes und des Bundes. Es könne nicht sein, dass die Städte und Kommunen mit diesem Thema alleine gelassen werden.