Mehrheit für Containerbau zeichnet sich ab

13. März 2012  Redaktion

Kommt der Containerbau an den Güterbahnhof oder stört die Architektur das Ensemble zwischen Bahnhof und Salvator? In den Gemeinderatsfraktionen zeichnet sich eine Mehrheit für das Vorhaben ab. Es gibt aber auch gegenteilige Meinungen. Am Mittwoch wird abgestimmt.

Kuno Staudenmaier

Der Entwurf des Münchner Architekturbüros Gunter Henn.

Schwäbisch Gmünd. Die CDU ist wohl mehrheitlich für den Vorschlag des Münchner Architekten Gunter Henn. Fraktionschef Alfred Baumhauer schätzt den Entwurf wegen des Bezugs zum Güterbahnhof, sieht die künstlerische Arbeit in dieser Gestaltung. Negativ könnte man bewerten, wie sich das Vorhaben in die Umgebung einfügt, dass die Bestandsgebäude nicht mehr zur Geltung kommen. Auch in der SPD-Fraktion gibt es unterschiedliche Meinungen. Daniela Maschka-Dengler kann sich dem Vorschlag des Auswahlgremiums anschließen. „All die Kritikpunkte wurden sicher dort diskutiert, der Bezug zur Umgebungsbebauung wie die energetische Seite.“ Aber kein Fraktionszwang in der SPD, deshalb kann es durchaus Gegenstimmen geben.

Die kommen in jedem Fall von den Grünen. „Die Architektur passt nicht zum nahe gelegenen Salvator, die Container können rasch an Glanz verlieren, sie sind energetisch nicht zu optimieren“, sagt Brigitte Abele. Es sei denkbar, dass die komplette Fraktion dagegen stimmt.

Für die geplante Containerbauweise fordert Stadtrat Konrad Widmann „etwas Mut“. Man solle den futuristischen Ansatz für das Jugendforum nicht „kleinmütig zerreden“. Das passe zur Jugend, lasse auch auf die Funktion des Hauses schließen. Allerdings geht Widmann davon aus, dass es in der Fraktion FW/FDP auch andere Meinungen gibt.

Noch in der Diskussionsphase ist die Fraktion FW Frauen, sagt Dr. Dorothea Kosin. Rechtzeitig zur Sitzung am Mittwoch wird sich die Fraktion festlegen. Für eine Vergabe der Planung an den ersten Preisträger der Wettbewerbs, das Büro Henn, sprechen sich die Stadträte der Linken aus. Sebastian Fritz respektiert das Votum des Jugendgemeinderats. Die Nutzer seien jungen Menschen, die mit der Architektur mehr anfangen könnten. Man müsse an der Stelle nicht auf konservative Architektur zurückgreifen. Allerdings müssten Fragen der Nachhaltigkeit und der energetischen Optimierung geklärt werden.

Der Gemeinderat tagt am Mittwoch um 16 Uhr, das Thema kommt unter Punkt vier zur Sprache und Abstimmung.

© Gmünder Tagespost 12.03.2012