Mehr verlässliche Grundschule

Stadt will Angebot ausweiten / Elternbeiträge sollen steigen

Das Angebot der verlässlichen Grundschule in Gmünd soll weiter ausgebaut werden, auch wenn die Stadt dafür schon jetzt die Personalstärke einer kleineren Firma, rund 40 Frauen, dafür einsetzt.

WOLFGANG FISCHER

Schwäbisch Gmünd. Die verlässliche Grundschule sei nicht mehr wegzudenken, sagte der Leiter des Schul- und Sportamtes, Klaus Arnholdt, am Mittwoch des Mitgliedern des Sozialausschusses. Etwa 430 Kinder seien derzeit angemeldet, die Nachfrage halte an. Deshalb möchte die Verwaltung das Angebot, das die Stadt laut Bürgermeister Joachim Bläse pro Jahr über 600 000 Euro kostet, ausbauen. An der Eichenrainschule Lindach soll eine dritte Gruppe entstehen, das Angebot an der Grundschule Weiler wird zunächst weitergeführt. Der Hort im Kinderhaus „Kunterbunt“ wird enger an die Rauchbeinschule angegliedert. In der Friedensschule Rehnenhof und der Grundschule Hardt wird der Ganztagesbetrieb eingeführt. Und die Nachmittagsbetreuung am Parler- und am Scheffold-Gymnasium soll fortgeführt werden. Die Elternbeiträge für die verlässliche Grundschule sollen um rund fünf Prozent angehoben werden, eine gewisse Staffelung soll eingeführt werden.

Den deutlichen Ausbau der verlässlichen Grundschule in Gmünd begrüßten Sprecher aller Fraktionen. Dieses Angebot soll allen zugutekommen: Bürgermeister Joachim Bläse stellte klar, dass kein Kind in Gmünd aus finanziellen Gründen von der Betreuung ausgeschlossen werde. Sollten Eltern Probleme mit dem Bezahlen haben, sei bisher immer eine Lösung gefunden worden.

Christa Rösch fand es gut, dass das Angebot auch aufrecht erhalten werde, wenn zeitweise weniger als die eigentlich geforderten zehn Kinder angemeldet sind. Ursula Seiz (SPD) forderte eine bessere soziale Staffelung der Beiträge, Besserverdienende könnten sogar kostendeckend herangezogen werden. Den Einstieg in eine soziale Staffelung der Beiträge begrüßte Emar Hägele (Die Grünen) ebenso wie Sebastian Fritz von den Linken. Fritz regte an, außerdem den Freibetrag zu erhöhen. FW/FDP-Stadträtin Heidi Preibisch fragte nach, inwieweit Sportvereine oder die Musikschule in die Grundschulbetreuung eingebunden sind.

Der Gemeinderat wird am 27. Juni abschließend über die Erweiterung der verlässlichen Grundschule und die Beitragserhöhung entscheiden.

© Gmünder Tagespost 14.06.2012