Mehr Schaden nach Kanalsanierung

Sebastian FritzÄrger mit dem sanierten Kanal braut sich in Rehnenhof-Wetzgau zusammen. Im Ortschaftsrat wurde am Freitagabend bekannt, dass während der starken Regenfälle insbesondere Ende Mai und Anfang Juni zahlreiche Keller vollgelaufen seien. Nach der Kanalsanierung auch in Häusern, die davon zuvor nicht betroffen waren.

Schwäbisch Gmünd-Rehnenhof. Ortsvorsteher Johannes Weiß bestätigte diese Vorfälle. Zwar hätten schon früher viele Bewohner an der Ostlandstraße mit Wasser im Keller zu kämpfen gehabt, dieses Mal seien jedoch auch Häuser an der Straße Am Zeil betroffen, die sonst immer von Wassereinbrüchen verschont blieben. Insgesamt seien Gebäude, in deren Kanalsystem eine Rückstauklappe eingebaut worden war, glimpflicher davon gekommen als Häuser ohne.
Sebastian Fritz (Linke) sagte, die Anwohner erwarteten Informationen, und weitere Ortschaftsräte stellten fest, dass sich nach der Kanalsanierung die „Situation eher verschlechtert als verbessert hat“. Allerdings müssten die Leute auch selbst schauen, wie ihr Hauskanalsystem laufe, sagte ein Kommunalpolitiker, während ein anderer ergänzte, dass die bisher gefallenen Regenmengen vom Boden längst nicht aufgenommen werden könnten. Was Ortsvorsteher Johannes Weiß schließlich veranlasste, darauf hinzuweisen: „Wir sind heute nicht hier zur Ursachenforschung.“ Die Stadtverwaltung sei eingeschaltet, man werde sich mit dem für die Kanalsanierung zuständigen Ingenieurbüro in Verbindung setzen und in den nächsten 14 Tagen solle es eine Anwohner-Information geben. Das sei wichtig, denn schon jetzt machten zu viele Gerüchte die Runde.
Im Zusammenhang mit dem Hochwasser in Gmünd wurde für die beiden Todesopfer zu Beginn der Sitzung eine Schweigeminute eingelegt. Zudem stimmte der Ortschaftsrat auf Antrag von Weiß zu, auf das Spendenkonto der Feuerwehr zugunsten des ertrunkenen Feuerwehrmannes 500 Euro zu überweisen.
Außerdem wurde über die notwendigen Anmeldungen für den Haushalt 2017 abgestimmt. Danach sollen nicht nur eine erste Planungsrate für einen neuen Kleinspielsportplatz beantragt werden – der vorhandene Bolzplatz wird als Baustellenzufahrt genutzt, sobald mit der Erweiterung der Friedensschule begonnen wird – sondern auch mehrere marode Straßen saniert werden. Darunter neben dem Kirchplatz mit seinem lockeren Pflaster Prager Weg, Koloman-, Waldauer und Franz-Konrad-Straße.
© Gmünder Tagespost 17.06.2016 22:13